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Vorlesungen über chemische Technologie
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Kieselsäure und Silikate.

1. Kalium oder Natrium

« -\- «

Silikat, Wasserglas; wasserlöslich, leichtschmelzbar;

Silikate, Glas,schwerlöslich

und gutschmelzbar

2. Kalium oder Natrium + Calcium

« « « + Blei

« « « + Calcium + Aluminium

(dabei ist immer möglich Kalium + Natrium);

3. Calcium 1 Silikat, Zement und Mörtel, unlöslich

« + Aluminium j und schwer schmelzbar;

4. Aluminiumsilikat, Ton, unlöslich und sehr schwer schmelzbar.

Die ganze Reihe läßt die allmählich mit der Zusammensetzungwechselnden Eigenschaften hervortreten. Sie bildet den Übergang vonlöslichen und leicht schmelzbaren Silikaten zu unlöslichen und kaumschmelzbaren, und zwar so, daß mittlere Eigenschaften hervortreten.

Bei allen kommen mancherlei andere Metalle in Betracht, die neben-bei vorhanden sind und gewisse Eigenschaften bedingen, z. B. Farbe,Brechung des Lichtes, Härte usw. Dies kommt bei den einzelnen Gruppenzur Sprache. Der allgemeine Zusammenhang der Silikate wird da-durch nicht gestört. Die erste Gruppe derselben bildet das

I. Wasserglas, S^OgR 1 ,, SLARV

Eigenschaften. Das Silikat von Natrium kann kristallisiert er-halten werden.

Gewöhnlich sind die Silikate der Alkalien, sowohl eines einzelnenals mehrerer, von glasartigem Aussehen und etwas gefärbt durchEisen usw., also durch Metallverbindungen, deren Färbevermögen beidem Glase näher zu besprechen ist.

Das Wasserglas schmilzt wie Glas; aber die Fäden, die man zieht,erstarren sofort, und die Masse ist nicht formbar. Außerdem sind sielöslich in Wasser und reagieren alkalisch.

Sie zerfallen im chemischen Sinne leicht. Schon die Kohlensäuregreift diese Silikate an, und im allgemeinen ist die Beständigkeit gering,besonders wenn sie gelöst sind. Die Lösung erfolgt aber nichtgerade leicht.

Darstellung. Um Kaliwasserglas herzustellen, erhitzt man Kiesel-säure mit Kaliumkarbonat und Kohle in folgendem Verhältnis. Manschmilzt zusammen:

Quarz oder Sand . 45 Teile,Kaliumkarbonat . . 30 «Holzkohle .... 25 «