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Vorlesungen über chemische Technologie
Entstehung
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Gold.

fein verteilt in Ton vorkommen, schon durch Verwitterung an der LuftLösungen, die Ferrosulfat enthalten. Dies erklärt z. B. die Entstehungvon Ferrosulfat bei der Darstellung von Aluminiumsulfat für die Alaun-bereitung, wo ebenfalls der Schwefelkies dem Rohstoff beigemengt ist.

Kurz es ist viel Gelegenheit in der Technik, ferrosulfathaltigeLösungen zu bekommen, und es sind Kristallisationsprozesse, die dannzu mehr oder weniger reinem Eisenvitriol führen.

Anwendungen. Der Eisenvitriol dient erstens als Desinfektions-mittel und zweitens in der Färberei und dementsprechend zur Her-stellung gewöhnlicher Schreibtinte; ferner als Reduktionsmittel, z. B.zur Bereitung von Vitriolküpe aus Indigo, zum Ausfällen des Goldesaus seinen Lösungen usw.

Andere Eisenpräparate dienen hauptsächlich als Farben; sie kommendaher im Zusammenhange der »mineralischen Farbstoffe« vor.

Zu den Metallen selbst, als deren Beispiel das Eisen gilt, bleibtaber noch einiges zu bemerken.

Obwohl die Metalle vielfach als Elemente, wie man sagt: im ge-diegenen Zustande vorkommen, so ist es doch nur selten möglich,durch rein mechanische Trennung die Nebenbestandteile, mit denenman bei natürlich vorkommenden Rohstoffen immer zu rechnen hat,abzusondern. Das beste Beispiel dafür bietet das

Gold.

Die größeren Stücke reinen Goldes, die wohl vorgezeigt werden,sind Raritäten wie die Kristalle reinen Schwefels oder reinen Schwefel-eisens, auf die schon hingewiesen wurde.

Im ganzen handelt es sich bei Gewinnung des Goldes umTrennungs- und Reinigungsverfahren nicht nur mechanischer, sondernauch chemischer Art, so daß wir den gewöhnlichen Gang der Be-trachtung einhalten können.

Was die Eigenschaften des Goldes betrifft, so ist die großeWiderstandsfähigkeit gegen die Atmosphärilien, gegen Schwefelwasser-stoff, gegen Säuren und Alkalien für seinen Wert maßgebend.

Wie groß diese Unveränderlichkeit im Vergleich mit anderenMetallen ist, erkennt man am besten an den aus ältester Zeit stammendenKunstarbeiten, z. B. im Berliner Museum an dem berühmten Schatz,den Schliemann in der Gegend des alten Troja gefunden hat. DieGoldarbeiten sind in Form und Farbe unverändert geblieben, so daß