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Eisen.
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nicht gesagt sein, daß eine Anlehnung nach beiden Seiten hin statt-findet.
An Schmiedeeisen schließt sich Stahl hinsichtlich des Kohlenstoff-gehalts an. Aber es gibt keine absichtlich hergestellten Eisensortenmit 1,6—2,3 °/o Kohlenstoff, und erst mit 2,3 °/o fängt man bei Roh-eisen an, wie zuerst ausgeführt wurde, meistens mit 3°/o. Der Stahlteilt mit dem Schmiedeisen die Schweißbarkeit und Schmiedbarkeit.Beides sowie das Schmelzen tritt etwas früher ein als beim Schmiede-eisen.
Das Aussehen der Bruchfläche ist ein ganz anderes. Der Stahlist körnig, und zwar ist er um so besser, je feiner und gleichartigerdas Korn ist, bei ziemlich heller, grauweißer Farbe.
In chemischer Beziehung ist auch der Stahl bedeutend wider-standsfähiger als Gußeisen. An Festigkeit übertrifft er beide.
Stahlbehälter, Stahlventile usw. sind in jeder Beziehung die besten,aber nicht allgemein. Dazu kommt die Eigenschaft, daß der Stahl härterwird, wenn man ihn glühend in eine Flüssigkeit taucht, und daß ersehr elastisch ist, wie bei den »Verwendungen« noch erörtert wird.
Infolge dieser verschiedenen Eigenschaften haben die Eisensortenvöllig abweichenden Wert. Während 100 kg Roheisen etwa 5 Mk.kosten, gibt es feinen Gußstahl zu 120 Mk., und elastische Uhrfedernsind sehr viel teurer.
Vorkommen. Was das Vorkommen betrifft, so handelt es sichnicht um die hierdurch bezeichneten Eisensorten, aber um so mehrum die zu ihrer Darstellung dienenden Erze. Denn die Förderungund Verarbeitung von Eisenerzen gehören zu den wichtigsten Betriebender Technik. Hauptsächlich beteiligen sich daran die VereinigtenStaaten von Nordamerika, Deutschland und England.
Um eine Vorstellung von dem Umfange dieses Betriebes zu geben,sei erwähnt, daß wir in Deutschland 1906 förderten: 26700 000 tEisenerze, die einen Wert hatten von 103 000 000 Mk.
Jetzt ist es schon bedeutend mehr, so daß 1910 in Preußen8 000 000 t Roheisen erzeugt wurden. In der ganzen Welt werdenjährlich über 150 000 000 t Eisenerze gefördert und verarbeitet.
Daraus kann man auf die Menge des Dynamits und überhauptder Sprengstoffe, die für die Förderung gebraucht werden, schließen.
Namentlich aber sind die Erze näher zu bezeichnen. Sie sind,wenn man alles berücksichtigt, nicht allein, was bei uns vorkommt:I. Oxyde verschiedener Art, und zwar
1. Magneteisenstein, Fe 3 0 4 , im reinen Zustande das reichste Eisen-erz, nach der Formel 72°/o Eisen enthaltend. Es ist kristallinisch