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Explosivstoffe.
Wirkung in allen denjenigen Fällen, in denen unbeabsichtigte Ex-plosion als möglich ins Auge gefaßt werden muß, so heißt es zunächst:man lasse für diese trotz aller Vorsichtsmaßregeln etwa eintretende Ex-plosion möglichst freien Raum, so daß ihre Wirkung abgeschwächt wird.
Dieser einfache Grundsatz ist zwar, wie sich bei näherer Betrachtungergibt, nicht überall zur Geltung zu bringen, aber doch in vielen Fällen,namentlich beim Betriebe der Fabriken.
Auch kann man in der Fabrikation meistens die Anhäufung großerMengen vermeiden.
Sprengstoffabriken sind also insofern besonders eingerichtet, als mandie Arbeiten auf viele einzelne Gebäude verteilt, diese verhältnismäßigklein macht und auf einem großen Areal so anordnet, daß sich etwaigeExplosionen nicht von einem Gebäude auf die anderen übertragenkönnen.
Ferner sucht man diese möglichen Explosionen dadurch wenigerschädlich zu machen, daß man ihnen den Weg ins Freie bahnt. Diesgeschieht zunächst dadurch, daß man die Gebäude mit Wällen um-gibt und die Dächer leicht arbeitet. Die Folge davon ist, daß die Deckedem Stoße einer Explosion nachgibt und die Wirkung sich nach obenhin verliert. Aus demselben Grundsatz hat sich das sogenannte Aus-blasesystem entwickelt; man macht drei Seiten der Gebäude, in denengefährlicher Betrieb ist, stark und die vierte schwach wie die Decke.Liegt nun die vierte Seite gegen einen Berg, einen Wald oder eineWasserfläche, so hat auch deren Nachgeben keine schweren Folgen fürdie Umgebung.
Im übrigen muß natürlich in solchen Gebäuden der Bewegungs-mechanismus von außen geleitet werden, so daß keine Arbeiter imInnern zu bleiben genötigt sind.
Anders steht es mit den Magazinen, in denen bestimmungs-gemäß große Mengen von Explosivstoffen anzuhäufen sind. Sie könnennur durch starke Wälle geschützt werden und müssen im Freien liegen.Die isolierte Lage eines solchen Magazins läßt es dann wieder untunlicherscheinen, daß das Ganze leicht aus Holz ausgeführt wird, umkeine schweren Schleuderstücke zu geben, weil die hölzernen Gebäudedem Einbruch und Diebstahl zugänglich sind.
Deshalb mußte ein besonderer Baustoff für Magazine gesuchtwerden, und es hat sich bei den hierzu angestellten Versuchen Kiesbeton,d. h. durch Zement zu festen Massen verbundener Kies, als geeigneterwiesen.
Bei diesen mit Schwarzpulver und mit Sprengstoffen ausgeführtenVersuchen wurden die aus Kiesbeton bestehenden Wände der Magazine