Chloratsprengstoffe.
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schmilzt, Rizinusöl zusetzt und feingepulvertes Kaliumchlorat allmählicheinträgt. Die Mischung wird durch Kneten, Ausrollen zu Platten undnochmaliges Durchkneten möglichst gleichförmig gemacht, um dannin Papierpatronen eingestampft zu werden, welche man mit Paraffinüberzieht, indem man sie ganz in geschmolzenes Paraffin eintaucht.Dadurch ist die Wirkung von Stoß und Reibung möglichst aufgehoben.
2. Außer dem Öl dient Harz.»Silesia-Sprengpulver« wird gemacht, indem man 10 Teile
Harz und 1 Teil Stärkemehl mit Salpetersäure behandelt und dasentstandene Produkt auswäscht, um es dann in Mengtrommeln mit fein-gepulvertem Kaliumchlorat zu vermischen. Das Gemisch wird mitAlkohol versetzt, durchgeknetet und diese Operation wiederholt, bisdie Masse beim Verreiben körnig wird.
Überhaupt können Stoffe, die geeignet sind, die Wirkung von^toß und Schlag zu vermindern, angewendet werden, z. B.
3. das Produkt der Einwirkung von Stearinsäure auf Natrium-aluminat.
Endlich ist neben dem Chlorat das Kaliumperchlorat, KC10 4 als
weniger empfindlich in Gebrauch gekommen.
Auch hat sich die Möglichkeit ergeben, die explosive Mischung
er st unmittelbar vor dem Gebrauch, also im Bergwerk herzustellen.
Man versendet also Patronen, die nur Chlorat enthalten, taucht sie vor
dem Gebrauch in eine flüssige Substanz, die mit dem Chlorat ein
explosives Gemenge bildet, und bringt sie gleich nachher in das Bohrloch.
Im ganzen sind also viele und verschiedenartige Stoffe in Be-
zung. Das ganze Gebiet der Explosivstoffe ist infolgedessen neu
earbeitet worden, und man erkennt jetzt wesentlich zwei Fortschritte.
• Neben dem Schwarzpulver, welches Jahrhunderte hindurch
s aS ,. ^ r einz 'ge im Gebrauch anerkannte Explosivstoff war, haben sich
entsr" 1 h ttCl "" d Spren S stoffe > welche den besonderen Anforderungen
versch' r) 6 "' eingemnrt - Diese Anforderungen sind in der Tat recht
anderes ^i ^ Scnrotflinte auf der Jagd wird etwas wesentlich
Menge des^h-^ 8 V °" ^ schweren Küstengeschütz. Nicht nur die
«. n „j or „ ,. ,, C ie;Srni ttels ist für die beiden anders zu bemessen,
sondern die M ttel «eiKe+ ■ j
No h fi S1 " d verschieden > wie erörtert wurde,
etwas C h Smd d ' e Unterschiede bei der Sprengarbeit. Es ist
zusn T" 2 ' CreS ' wenn ein Schiefersteinbruch systematisch ab-prengen ist, so daß man möglichst große Platten erhält, als wennFort * Spren £ schüsse hergestellt wird, wo es sich nur um
onraumen des Gesteins handelt; man braucht andere Sprengstoffe imSalzbergwerk, ab in den Kohlenflözen und wieder andere für Eisenerz.