Ammoniak bei Verarbeitung der Knochen.
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sich die auf dem Calciumphosphat befindliche organische Schicht, in-dem sie eine feine Kohle hinterläßt, die als »Knochenkohle« ein ge-schätztes Reinigungsmittel ist. Die Zersetzung führt ferner zu:
1. Tieröl, einem Gemenge von Pyridin, C ä H 5 N, Picolin, C 6 H 7 N,
Lutidin, usw.;
2. Ammoniaksalzen und freiem Ammoniak.
Die Öfen sind sehr einfach hergerichtet:
Das Tieröl verdichtet sich in gekühlten Röhren. Die Ammoniak-salze gehen weiter in Bleikammern und werden dort niedergeschlagen.
Fig. 50. Destillation von Knochen.
Zurück bleibt die Knochenkohle in den Retorten, wie auf der Figur 50erkennbar ist.
Gewisse Mengen von Ammoniak werden auch aus dem sogenanntenSeeschlick gewonnen, d. h. aus der Masse, welche, unter dem Torflie gend, allmählich zugewachsene Seen anfüllt und hauptsächlich ausden als Diatomeen oder Bacillariaceen bezeichneten Pflanzen niedererOrdnung besteht. In dieser Masse fanden Krämer und Spilker dasWachs, auf welches sie den Ursprung des Erdöls zurückführen; sieenthält außerdem in der Trockensubstanz etwa 3,8 °/o Stickstoff.
Man kann die trockene Masse unter Einströmen von Wasserdampfkontinuierlich destillieren und bei gut eingerichteten Öfen etwa 150 kg