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Stickstoff verbindung-en.
walken wir auf pompejanischen Vasen sehen, das Eingreifen der Be-hörden; sie mußten aus dem Innern der Stadt fort.
Infolge der großen Unannehmlichkeiten, die mit der Verarbeitungmenschlicher oder tierischer Abgänge verbunden sind, tritt diese Artder Ammoniakgewinnung dort, wo geregelte Kanalisation oder direkteVerwendung für Düngezwecke möglich ist, zurück. Wo aber das Be-dürfnis vorliegt, die sich anhäufenden Abgänge — sogenannte Abfuhrder Städte — zu verarbeiten, gewinnt man daraus Ammoniak. Ameinfachsten geschieht es so, daß man die im Zerfallen befindlichen Ab-gänge mit Schwefelsäure versetzt, so das Ammoniak als Sulfat bindetund »Düngepulver« erzeugt. Natürlich sind erhebliche Belästigungendamit verbunden. Derartiger Betrieb kann eigentlich nur in einsamerGegend stattfinden.
Es ist aber nicht zu verkennen, daß der Harnstoff einen ins Ge-wicht fallenden Rohstoff für Ammoniak ausmacht. Denn ein erwachsenerMensch produziert täglich 22—37 g Harnstoff. Das entspricht 4 bis7,5 kg Ammoniak im Jahre.
In dieser Abscheidung stickstoffhaltiger Verbindungen liegt derSchluß des Kreislaufs, den die Stickstoffverbindungen in der Natur voll-ziehen. Wir führen nur deshalb so sehr viel Ammoniaksalze denPflanzen zu, weil wir selbst und weil die Tiere diese Pflanzen alsNahrung gebrauchen. Nachher sondern wir die genossenen Stickstoff-verbindungen in Form von Harnstoff ab. Also gehört es zu dem Kreis-lauf, daß dieser Harnstoff den Pflanzen wieder zugeführt wird.
Ähnlich steht es mit dem
Ammoniak bei Verarbeitung der Knochen.
Durch trockene Destillation von Tierstoffen aller Art, auch derKnochen und Hörner, entsteht Ammoniak. Daher stammt die Be-zeichnung:
Hirschhornsalz (sal cornu cervi) für das Ammoniumkarbonataus Hirschhorn und
Hirschhorngeist (spiritus cornu cervi) für die Lösung des-selben mit freiem Ammoniak.
Die Hauptmasse der Knochen ist Calciumphosphat. Dieses Knochen-gerüst ist aber durchzogen von leimartigen, stickstoffhaltigen Stoffen,welche beim Erhitzen unter Bildung von Ammoniak zersetzt werden.
Dieser Betrieb hat nur noch im Zusammenhange mit der Bereitungvon Knochenkohle einigen Wert.
Wenn die Knochen unter Luftabschluß geglüht werden, so zersetzt