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Vorlesungen über chemische Technologie
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Vorkommen und Anwendungen des Gipses.

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Dies hat schon Franklin im 18. Jahrhundert ad oculos demonstriert,indem er auf einem mit Klee besäten Felde Gips in Form der Worte:»This has been plastered« ausstreuen ließ. Als der Klee aufging, warer an den bestreuten Stellen um so viel stärker, daß man die Schriftdeutlich las;

3. dient der richtig entwässerte Gips zu allen Arten von Ab-formungen, sogenannten Abgüssen.

Wir bekommen also das erste plastische Material zur Hand undsehen dessen im Vergleich mit dem Ton beschränkte, aber als solcheunersetzliche Benutzung.

Bei der Anwendung des Gipses zur Herstellung von Abdrückenkommt in Betracht, daß beim Brennen zwar nur 20°/o abgegebenwurden, nachher aber viel mehr Wasser aufgenommen wird (200 bis25 0 °/o), weil durch die entstehenden Gipskristalle das übrige Wassermechanisch mit eingeschlossen wird.

Noch ein Gemenge von 100 Teilen gut gebrannten Gipses und250 Teilen Wasser erstarrt sehr schnell in wenigen Minuten undnimmt dabei vollkommen die Gestalt der Unterlage an, wenn nichtsFremdes dazwischen tritt. Besonders zu achten ist dabei auf Aus-schließung der Luft, weil jede Luftblase den Abdruck unansehnlichmacht. Bei flachen Gegenständen kann man die Luft durch Aufblasenauf den Gipsbrei entfernen. Dazu wird zuerst eine ganz dünne Schichtauf die eingeölte Form aufgetragen und dann mit weiteren Schichtenin derselben Weise fortgefahren. Das Erhärten erfolgt unter schwachergenerwärmung der Masse. Sobald dann wieder Abkühlung ein-ge reten ist, kann man den Abguß aus der Form lösen, wenn sie vor-et mit Flrnis getränkt ist oder aus einem Material besteht, welcheswasserundurchlässig ist. Die Form kann im übrigen aus Gips selbst

6r ^ s Metall > Schwefel, Leim usw. hergestellt werden,große a A ma " nun von einer einzigen, gut gearbeiteten Form eine sehrgenau A ^ V ° n Abdrücken macht, so kann man zunächst auf diezueäneT h JSarbe ' tung der Form, welche irgendwelchen, auch sonst un-Kosten * ^ ° ng ' nalen nachzuformen ist, alle erdenkliche Sorgfalt undKoi; u- :er en > um dann vollkommen getreue Nachbildungen inbehebiger Menge zu machen.

Schon die flachen Abdrücke spielen eine große Rolle im Kunst-handwerk und in der Kunst.

Stat ^ Qipsabgüssen fur dekorative Zwecke und bei solchen vonHUf Uen »M hmen d ' e >>Formen<< bald so verwickelte Gestalt an, daß dasFor h dCS BlaSens gegen Lufteinschlüsse nicht mehr wirkt. Die

men bestehen aus lauter einzelnen Stücken, die zusammengesetzt

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"6, Chemische Technologie. III. Aufl.

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