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Vorlesungen über chemische Technologie
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Anwendungen der Kohlensäure.

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Betracht, daß sich dem Gasstrome Salzsäuredämpfe beimischen, derenEntfernung die bekannte Schwierigkeit macht.

Deshalb hat man anfangs bei Herstellung flüssiger Kohlensäuremit Vorliebe das natürliche, an manchen Orten der Erde entströmendeGas benutzt. Auch dieses entstammt im Innern der Erde zersetztenKarbonaten; es reicht aber für das allgemeine Bedürfnis schon langenicht mehr aus.

Man zersetzt aus diesem Grunde Soda oder ein geschmolzenesGemenge von Natrium- und Kaliumkarbonat durch verdünnte Schwefel-säure. Auch kann man die Kalkofengase von Alkalikarbonat absor-bieren lassen, so daß Bikarbonat entsteht. Dann liefert dieses beimErhitzen sehr reine Kohlensäure. Natürlich ist in allen diesen FällenWasser beigemengt; man muß trocknen, wenn die Kohlensäure ver-flüssigt werden soll.

Bei diesem Betriebe ist das bei Schwefeldioxyd über die zu be-nutzenden Eisensorten und den Rauminhalt der Behälter Gesagte ganzbesonders zu berücksichtigen, weil die Zahlen des Drucks und derFlüssigkeitsausdehnung bei der Kohlensäure sehr groß sind.Bei 30 ° C ist der Druck = 73 Atmosphären

, n " 45 ° C = 98

Miogramm flüssiger Kohlensäure entspricht bei 10 ° C = 1,005 Liter» . + 40 «C= 1,336

Die Ausdehnung beträgt also ein Dritteil, so daß für jedes Kilo-gramm Kohlensäure ein Fassungsraum von 1,34 Liter vorhandensein muß.

Die aus Schweißeisen, Flußeisen oder Flußstahl hergestellten

laschen werden auf 190 Atmosphären geprüft, indem man sie völligmit Wasser füllt und mit der hydraulischen Presse verbindet,w Das; Ventil besteht aus anderem Stoffe, in der Regel aus Bronze,best h" d ' e Flasche ej ngeschraubt und hat innerlich eine Verpackung,wird b d aUS ÄSbest mit Wachs usw. Die Dichtigkeit des Ventilsauft "p-T d -5. Fullun 8 geprüft, indem man Seifenlauge mit einem Pinsel

... £ Ze 'g en sich Blasen, so wird mittelst des Schraubenschlüssels

s ar er angezogen. Natürlich kann nun Undichtigkeit des Ventils auchspaer eintreten; die Folge ist dann allmähliches Entweichen von Gas,

ve ches immer so zu erkennen ist, wenn man Seifenlauge aufträgt. /ie Größe des Absatzes von flüssiger Kohlensäure ergibt sich aus

olgenden Zahlen. Im Jahre 1900 wurden in Deutschland 16 Millionen

Kilogramm verbraucht, davon in Berlin allein 1800 000 Kilogramm,

ß "° Cn mehr > so da ß hier fast ein Kilogramm auf den Kopf der

evolkerung zu rechnen ist. Da für diesen Verbrauch etwa 700 000