Darstellung von Kaliumkarbonat aus Wollschweiß.
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ist die Schlempe ein Hauptrohstoff für Cyanverbindungen geworden,und es verlohnt sich ihre Verarbeitung schon wegen dieser.
III. Schließlich kommt noch in Betracht, daß nicht nur die Pflanzen,sondern auch Tiere, welche kalihaltige Pflanzen fressen, Kali in brauch-barer Menge anhäufen, so daß es Pottasche aus Wollschweiß gibt.Die Tiere scheiden regelmäßig kalihaltigen Schweiß durch die Porender Haut ab, und wenn die Haut mit Wolle besetzt ist, so sammeltsich in letzterer das Kali in Fett und Schweiß an.
Diese Bedingungen treffen besonders bei Schafen zu; man kanndaher aus Schafwolle ein rohes Wollfett gewinnen, welches durchpassende Reinigung »Lanolin«, ein halb verseiftes, leicht in Lösung zubringendes Fettsalz wird, während andere Kalisalze bei der ReinigungIn Lösung gehen.
Der Hauptsache nach hat man Verbindungen der Ölsäure undStearinsäure, wahrscheinlich auch der anderen Fettsäuren, z. B. Palmitin-säure. Diese Säuren kann man auch in schwerlösliche Kalksalze über-uhren und dann vergasen, so daß ein Leuchtgas entsteht.
In beiden Fällen hat man Laugen, die Kalisalze enthalten, undzwar in erheblichen Mengen, wenn große Massen von Wolle, z. B.australische oder Kapwollen, in den Mittelpunkten dieser Industrie zurReinigung gelangen. Der Schweiß beträgt im Durchschnitt 15% vomGewicht des rohen Vlieses und enthält viel Kali. Auch diese Laugenwerden daher eingedampft und kalziniert, so daß Pottasche entsteht.
Demnach gehen auf dem Gebiete der Kalisalze manche Produk-w/ 116 " neben dem großen, an Bergbau anknüpfenden Betriebe her.was insbesondere das wichtigste Kalisalz, die Pottasche, betrifft, sowerden die Hauptmengen aus Chlorkalium nach den angegebenenVerfahren hergestellt, so daß Deutschland nicht nur den eigenen Be-darf deckt, sondern noch viel Pottasche ausführt.
Daneben werden aber alle die bezeichneten Quellen benutzt, und
so ist die Pottasche des Handels außerordentlich verschieden. Meist
enthalt sie Schwefelverbindungen und kaustische Alkalien. Infolge der
enutzung der verschiedenen Rohstoffe für Kaliumkarbonat kommt viel
unbestimmtes Präparat in den Verkehr.
Bezüglich der Reinigung des in der einen oder anderen Weiseerhaltenen Karbonats gilt etwa folgendes.
Nur für vereinzelte Zwecke (Laboratoriums- und pharmazeutische
rbeiten) wird ganz reines Kaliumkarbonat verlangt. Dafür kann man
las saure Kaliumbikarbonat, KHCO a , herstellen und nach Analogie des
Natnumsalzes zersetzen. Auch durch vorsichtiges Glühen reinen Kalium-
mtrats mit Kohle erhält man ein reines Karbonat.
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