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Soda.
Der so entstandene Schwefelwasserstoff ist zu unrein für dieweitere Benutzung. Er enthält die Bestandteile der Luft und einenÜberschuß von Kohlensäure. Deshalb bindet man ihn zunächst anSchwefelcalcium der Rückstände:
IL CaS + SH 2 = Ca(SH) 2
Schwefelcalcium Schwefelwasserstoff Calciumsulfhydrat.
Natürlich hat man sich mit Rücksicht auf die Giftigkeit des Schwefel-wasserstoffs dann zu überzeugen, daß der weitergehende Gasstrom nurdie anderen Gase enthält; sonst muß Absorption durch Eisenoxyd zuHilfe genommen werden.
Das Calciumsulfhydrat nun, wieder mit Kohlensäure behandelt,entwickelt genügend reines Gas für die Verwertung, und zwar viel,nach der Gleichung:
Ca(SH) 2 + C0 2 + H 2 0=CaC0 3 + 2 H 2 S
Calcium-sulfhydrat
Kohlensäure Wasser
Calcium-sulfhydrat
Schwefel-wasserstoff.
Der so entwickelte Schwefelwasserstoff ist zunächst in Gasbehälternzu sammeln und nun zu verwerten.
Dies kann so geschehen, daß man Schwefel gewinnt; denn beiVerbrennung von Schwefelwasserstoff mit wenig Luft vollzieht sichfolgender Prozeß:
H 2 S + O = S + H 2 0
Schwefelwasserstoff Sauerstoff Schwefel Wasser.
Der Prozeß ist aber nicht leicht in diesen Grenzen zu halten, undgroße Mengen des giftigen Schwefelwasserstoffs kommen in Betracht.
Einfacher ist es, durch Verbrennung mit viel Luft Schwefeldioxydherzustellen und dieses in früher beschriebener Weise auf Schwefelsäureoder anders zu verarbeiten, also zunächst einzuleiten:
H 2 S + O a = S0 2 + H 2 0
Schwefelwasserstoff Sauerstoff Schwefeldioxyd Wasser
Dann folgt Schwefelsäure-Fabrikation oder neue Zuleitung vonSchwefelwasserstoff.
S0 2 + 2H 2 S = S 3 + 2H 2 0
Schwefeldioxyd Schwefelwasserstoff Schwefel Wasser
wie schon früher bei der Bildung von Schwefel gezeigt wurde; d. h.brauchbare Schwefelabscheidung, die eventuell zu raffinieren ist.
Erst nach dieser Betrachtung der Nebenprodukte und der Ver-arbeitung der Sodarückstände lassen sich die beiden großen Verfahrender Sodadarstellung miteinander vergleichen, und zwar bekommt manfolgendes Bild von den
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