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Vorlesungen über chemische Technologie
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Vorkommen des Schwefels.

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Vergleicht man damit ein sonst viel benutztes Lösungsmittel, denAlkohol, so sieht man den Unterschied, denn

100 Teile C 2 H e O (Alkohol) lösen bei 15° 0,12 Teile S,100 » 78° 0,42 S.

Gering ist das Lösungsvermögen von Äther und Benzol. Obwohlgewisse schwere Teeröle sowie auch Anilin mehr lösen, behält derSchwefelkohlenstoff seinen Vorzug. Er wird daher bei Arbeiten inkleinem Maßstabe immer benutzt, wenn Schwefel zu lösen oder zuentfernen ist.

Aber auch hier steht die Sache anders, wenn es sich um Fabrik-betrieb handelt. Erstens ist die erwähnte Eigenschaft, bei niedrigem»edepunkte leicht entzündlich zu sein, im großen nicht gleichgültig,esonders nicht, wenn sie zur Bildung explosiver Gemenge mit derLuft führt, wie es hier der Fall ist. Ferner ist der SchwefelkohlenstoffPhysiologisch nicht ohne Einfluß; seine Dämpfe wirken auf die Arbeiterein - So kommt es, daß man Lösungsmittel für Schwefel im großenselten und dann mit besonderen, ganz geschlossenen Apparatenerwendet. So gründet sich die Gewinnung von Schwefel im ganzenle r auf sejne Schmelzb Destillierbarkeit als auf die Lös-

hchkeit.

D | ur ric htigen Beurteilung der Erscheinungen beim Schmelzen und

estillieren gehört folgendes: Schwefel schmilzt bei 114,5 ° vollkommen.

J wird dick und zäh bei 250260 °. Dieser Zustand läßt sich sogar

nvTv^ ZeU erhalten > wenn man den auf 230 ° erhitzten Schwefel

Seh f abkÜhlt ' z - B - durch Eingießen in Wasser. Dann bleibt der

iweel weich und plastisch, so daß man Abdrücke von Formen

1 > machen kann, die erst nach einigen Tagen die gewöhnliche

n arte erlangen.

die IWn^ 8 f ° lgt bdm Erhitzen die Sublimation bei 260-440°,fach- tlon bei 448°. Das Verhalten ist also durchaus nicht ein--

an ei"^ k ° mmt leicht in Unbequemlichkeiten, wenn die TemperaturenLuft 7 tr §T ° ßen ° fen nicnt richtig eingehalten werden. Wenn dieunter ^ W ' rd der Schwefel bei 260 ° entzündet. Er liefert

er gewohnlichen Umständen Schwefeldioxyd, unter besonderen Ver-mssen aber auch Schwefeltrioxyd, also: SO, und SO a als Ver-frennungsprodukte.

Tat" W° rk ° mmen ' Def Schwefel ist hauptsächlich durch vulkanische

^ a lgkeit entstanden. Wo wir solche Tätigkeit noch heute beobachten,

en wir meistens auch Schwefel entstehen. Er kommt dabei in

eiiieien Stücken ganz rein vor, als Seltenheit. Die großen Ab-