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4 (1907) Benzolderivate und heterocyklische Verbindungen
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Petersilienapiol: Vorkommen, Isolierung und Synthese

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samens mit Äther und Weingeist usw. erhielten, den Namen „Apiol". —v. Geeichten (B. 9 [1876], 258, 1477) beschäftigt sich mit dem Apiol,indem er den Namen Apiol beibehält für den Petersilienkampfer: lange,weiße, spröde Nadeln von schwachem Petersiliengeruche; v. G. findet, daßdas geschmolzene Apiol Wochen und Monate zum vollständigen Erstarrengebraucht.

Aus dem Angeführten ersehen wir, daß nach den Untersuchungenvon Blanchet und Sell 1833 und Loewig und Weidmann aus demJahre 1839 bis zur Dissertation Lindenbattms 1867 lange Zeit vergeht,ehe man sich wiederum mit dem Apiol beschäftigt, v. Geeichten nahmdie Untersuchung erst 1876 auf. Bis zum Jahre 1887 war demnach vomApiol wenig bekannt; die von Lindenbaum bzw. von v. Geeichten vor-geschlagene Formel C 12 H 14 0 4 hat sich als richtig herausgestellt; Blanchetund Sell müssen bereits reines Apiol unter den Händen gehabt haben,da ihre Analysen für (C ß H 7 0 2 ) x sprechen, jedoch stimmen hiermit dieAnalysendaten von Löwig und Weidmann nicht überein. — Weiteresist über die Konstitution und über die Eigenschaften des Apiols bis zumJahre 1887 nicht bekannt, v. Geeichten hatte aber bereits die wichtigeBeobachtung gemacht, daß das Apiol nach zwölfstündigem Erhitzenmit alkohol. Kalilauge am Rückflußkühler beim Eingießen in Wasserperlmutterglänzende rhombische Blättchen abscheidet: Smp. 53,5°, bei46° wiederum erstarrend; es liefert bei der Oxydation mit Chromsäure-mischung schöne Nadeln eines nicht weiter untersuchten Körpers, mitKMn0 4 über 100° schmelzende Blättchen. Mit Chloroform und konz.Schwefelsäure entsteht eine anfangs schön rotviolette, allmählich grünwerdende Färbung. Die mitgeteilten Analysenzahlen decken sich nichtganz mit jenen des Apiols. Beim Kochen mit verd. Salpetersäureentstanden gelbe Nadeln vom Smp. 114°, die sich in kochender Kalilaugeallmählich mit intensiv purpurroter Farbe lösten. Eine Molekulargewichts-bestimmung des Apiols lag noch nicht vor.

In der nächsten Periode, 1887 bis zur Gegenwart, beschäftigen sichCiamician und Silbee (B. 21 [1888], 913) mit dem Apiol, entscheidensich ebenfalls für die Formel C 12 H 14 0 4 und finden Sdp. konst. 294°,Sdp. 34 = 179°. Ferner teilen sie einige Oxydationsprodukte mit, so eineVerbindung C 10 H 10 O 5 vom Smp. 102° und mit KMn0 4 einen neutralenKörper vom Smp. 122°.

Ginsberg (B. 21, 1192) teilt mit, daß das Apiol wahrscheinlich diemehrfach gefolgerte Zusammensetzung besitze, jedoch auch G. gelangnicht die Dampfdichtebestimmung; das Produkt, das v. Geeichten durchEinwirkung von alkohol. Kali auf Apiol darstellte, spricht Ginsbeegals isomer dem Apiol an. Durch Oxydation mit Chromsäure in Eisessig-lösung gewann er ebenfalls das Oxydationsprodukt (C a H 2 0) x vom Smp. 102°und Sdp. 315°, auch die Nitroverbindung v. Geeichtens vom Smp. 116°,ebenso das Reduktionsprodukt daraus vom Smp. 118°, dessen Pikrat undAcetylverbindung vom Smp. 260°.