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4 (1907) Benzolderivate und heterocyklische Verbindungen
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Styrol: Vorkommen, Isolierung und Synthese

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327. Styrol

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Vorkommen, Isolierung und Synthese. Die Familie der Hania-melidaceen enthält das Genus Liquidambar, welches sowohl in der alten,als auch in der neuen Welt Spezies aufweist, die in dem Rindengewebeder jährlich abgeschälten Bäume ein balsamartiges Produkt ausscheiden,das durch Auskochen bzw. Auspressen der Rinde gewonnen wird. Derso erhaltene Balsam selbst wird Storax genannt („Styrax liquidus" desHandels). Am längsten ist der Storax des in Kleinasien vorkommendenLiquidambar Orientale Miller bekannt. Der Storax enthält ätherisches Ol.

Boitillon-Lagbange (A. Th. Ch. I, Serie XXVI) beschäftigt sich mitdem Storax und hält dessen kristallisierbare Säure für Benzoesäure.

Bonastke (Magazin für Pharm., Bd. 36, S. 90; Journ. de Pharm. 13[1827], 149; 18, 344) bringt Mitteilungen über einen aus Amerika er-haltenen Storax. Letzterer dürfte von Liquidambar styracifluum L. gestammthaben, einem Baum, der in Nord- und Centralamerika vorkommt. B. nannteden im Storax enthaltenen, indifferenten, festen Körper „Styracin" underhielt letzteren sowohl aus dem Balsam aus L. Orientale, als auch ausdem von L. styracifluum.

Simon (A. 31, 265) untersuchte den flüssigen Storax und destillierteihn mit Wasserdampf, wobei ein ätherisches Öl überging. Von der festenSäure, die im Storax vorkommt, zeigte S., daß es Zimtsäure ist. S. be-richtet alsdann über eine Analyse des mit Wasserdämpfen flüchtigen Öles(welches jedoch kein Styrol gewesen sein dürfte, da es bei 0° fest wird),die bereits von Henbt und Plisson (Journ. de Pharm. 18, 344) ausgeführtwurde und die auf einen Kohlenwasserstoff hindeutet. S. nennt diesenKohlenwasserstoff, für den er 92,46 % C und 7,54 °/ 0 H findet, währendH. und Pl. 89,25% C und 10,24% H erhalten hatten, „Styrol".S. stellt ein Nitrostyrol usw. dar. Auch destilliert S. (a. a. 0., S. 271)bereits Zimtsäure mit Kalk, wobei er ein leichtes ätherisches Öl erhält,„welches allerdings in seiner Gewinnung und in vielen Eigenschaften z. B.in seiner Unlöslichkeit in Wasser, dem Benzin ähnlich ist und welchesdiesem analog Cinnamomin heißen dürfte. Es hat auch dieselbe Zu-sammensetzung wie das Benzin, ist aber ein von demselben jedenfallsverschiedener Körper". Auch über das Styracin Bonastees macht S.einige Mitteilungen und zeigt, daß es mit Kalk destilliert ein ähnlichesätherisches Öl liefert wie die Zimtsäure, daß es dagegen mit Natronlaugebehandelt einen anderen Körper liefert, den er „Styracon" (Alkohol) nennt.