Einwirkung der Sauerstoffsäuren der dreiwertigen Metalloide usw. 169
bracht worden. Über die weiteren Derivate aus diesen NitrosylsäurenVergleiche man die einzelnen Ketone. — Zur Darstellung der Bisnitroso-ketone geht man am besten aus von Äthylnitrit oder Isoamylnitrit undSalzsäure oder Natriumäthylat. Die einzelnen Ketone verhalten sich indieser Beziehung verschieden. Selbstverständlich entstehen entweder direkt°der aus denBisnitrosoverbindungen auch Mononitrosoverbindungen, welche,^ le wir oben sahen, Ketooxime darstellen, wenn eine CH 2 -Gruppe inReaktion getreten ist.
Was sodann die Einwirkung der Salpetersäure auf Ketone anlangt,
8 ° muß i nre Wirkung natürlich auf Ketone und Aldehyde, soweit sie
icht oxydierender Natur ist, auf Reaktionen beschränkt bleiben, bei denen
^N0 3 m it Wasserstoff z. B. des Ketons so reagiert, daß Wasser austritt
Ull d für die H-Gruppe N0 2 eintritt, also Nitrokörper gebildet werden,
?^er aber es lagert sich Salpetersäure an etwa vorhandene doppelte
m dung en oder bicyklische Ringsysteme unter Esterbildung an. Die
frierende Wirkung der Salpetersäure in der olefinischen bzw. in der
J kusch -hydrierten Reihe ist bekanntlich gering, da gewöhnlich statt
re r Oxydationserscheinungen eintreten. Nichtsdestoweniger kennen wir
amentlich bei vollständig hydrierten, also nicht gesättigten Verbindungen
leser Art, immerhin einige Nitroderivate; so ist Nitrokampfer bekannt,
Nl tromenthon usw.
Diese Nitroketone können leicht durch Reduktion in Alkamine über-
8 e iülirt werden, indem gleichzeitig die N0 2 - und die Ketogruppe reduziert
Ver den; gewöhnlich entstehen hierbei Orthoalkamine, da die Salpeter-
aur e natürlich mit dem neben der CO-Gruppe befindlichen Wasserstoff-
0ln , welches am beweglichsten ist, in Reaktion tritt. Im übrigen findet
ns t die Nitrierung an tertiär gebundenen Wasserstoffatomen statt.
Während wir bei den Kohlenwasserstoffen und Alkoholen An-
a gerungen der Anhydride N 2 0 3 , N 2 0 B oder NOC1 wiederholt beobachteten
ü auf diese Weise charakteristische Derivate erhalten konnten, spielt
les c Reaktion bei den ungesättigten Ketonen und Aldehyden nicht eine
' ° wichtige Rolle, wenn auch bei einzelnen Verbindungen dieser Art An-
d gerungsprodukte bekannt sind.
Anderseits haben wir bei der Einwirkung der Phosphorsäure bzw.
er phosphorigen Säure auf gewisse Aldehyde und Ketone, so auch bei
uwendung von P 2 0 5 Einwirkung festzustellen. Zunächst wirken diese
Uren bzw. ihre Anhydride wasserentziehend, so namentlich auf Alde-
y cle > zumal wenn Ringschluß dabei stattfinden kann. Aus dem Citral
u wie auch bei der Einwirkung anderer wasserentziehender Mittel
Uut er Wasseraustritt Cymol erhalten. Citronellal C 10 H 18 O spaltet ebenfalls
-E^Oj Wasser ab, indem ein Terpen gebildet wird; aber gleichzeitig
en tsteht hierbei die Citronellalphosphorsäure C 9 H 17 CH<^>POOH, indem
° die Aldehydgruppe als Orthoglykol reagiert und eine esterartiger bindung mit der Phosphorsäure eingeht. — Auch auf gewisse Ketone
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