A. ÄBM
'"Wirkung der zweiwertigen Elemente u. ihrer Derivate auf Aldehyde u. Ketone 153
vielen Fällen wie Halogene ein, so entstellt aus dem Kampfer durch Ein-wirkung von unterchloriger Säure usw. Monohalogenkampfer. Auch inlesem Falle dürfte benachbartes Wasser Stoffatom bevorzugt werden. Sindle -Aldehyde bzw. Ketone ungesättigt, so lagern sich natürlich die Elementeer ireien Säuren an die doppelten Bindungen an, auch sind Ring-1 P re Qgungen bei bicyklischen Systemen nicht ausgeschlossen. Äußerstichtig ist das Verhalten alkalischer Bromlösung einigen Ketongruppeubßgenüber. Haben wir es mit einem Methylketon zu tun, so wirkt dieseosung auf die CH 3 -Gruppe oxydierend, wobei Chloroform und die um11 ^-Atom ärmere Säure entsteht; so haben wir beim Methylnonylketongautenöl) folgende Reaktion: C 9 H 19 COCH 3 + SNaBrO = C 9 H 19 COONa +, j r 3 + 2 ISfaOH. Ähnlich wie Methylketone verhalten sich natürlich auchethyfketosäuren, nur muß in diesem Falle eine Dikarbonsäure entstehen,bildet sich z. B. aus der a-Tanacetonketosäure die Tanacetondikarbon-aure vom Schmp. 143°. — Anders verhält sich eine zweite Gruppe von, onen, welche die Ketogruppe im Kern haben; auch hier findet Oxy-tion statt, indem auch in diesem Falle die der CO-Gruppe benachbarte ßenden Wasserstoffatome sich besonders reaktionsfähig erweisen. Wirussen hierbei aber im Auge behalten, daß neben der CO-Gruppe im. ern zwei Kohlenstoffatome stehen, so daß die Reaktion demnach häufigzweifachem Sinne verlaufen kann; allerdings pflegt, wenn eine CH 2 -er CHCH 3 -Gruppe vorliegt, häufig die erstere Gruppe bevorzugt zu sein.Temmler
konnte aus dem Sabinenketon C„H.,0 durch Behandeln mit
Lauscher Bromlösung glatt Tanacetondicarbonsäure Schmp. 143° erhalten
Jach der Reaktion C 9 H 14 0 + 3NaBrO = C D H ]2 Na 2 0 4 + 2HBr + NaBr, so
__ demnach, um die Bromwasserstoffsäure zu binden, in stark alkalischer
osung gearbeitet werden mußte. Als ferneres Beispiel mag das Tanaceton
gerührt merden; dasselbe liefert wahrscheinlich Homotanacetondicarbon-
, d ure v °Qi Schmp. 147°, die Sbmmlbe auch aus dem Benzylidentanaceton
r ch Oxydation mit KMn0 4 erhielt; außerdem geht aber beim Tanaceton,
eine CHCH 3 -Gruppe benachbart steht, eine Reaktion parallel, wobei
Slc ü Bromoform abscheidet.
Die Eigenschaften der bei der Behandlung der Ketone oder Alde-
J e ßiit den Sauerstoffsäuren der Halogene entstehenden Produkte sind
urlich verschieden nach ihrer chemischen Natur, da wir es mit Keto-
ornydrinen, Säurechlorhydrinen, Monokarbonsäuren oder Dikarbonsäuren
8 • zu tun haben können.
Einwirkung der zweiwertigen Elemente und ihrer Derivate aufdehyde und Ketone. Gewöhnlicher Sauerstoff 0 2 oxydiert Aldehyde anr -Liuft zu Säuren; diese Reaktion verläuft in der Zeit äußerst verschieden-.. nacü der Natur des Aldehyds; besonders leicht werden Aldehyde oxy-ert , welche die COH-Gruppe an einen Kern direkt gebunden haben; ichmnere an die cyklisch-hydrierten Aldehyde Cyklocitral, Kampfenilan-„ *%d, ferner an den Aldehyd, den Schimmel u. Co. aus dem Wasser-nchelöl darstellten; diese Aldehyde oxydieren sich so leicht, das mehr-Ua diges Liegen an der Luft genügt, um sie teilweise vollständig in schön