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428 Aus verseifbaren Fetten und Wachsen hergestellte Produkte.
r i q u e s (Zeitschr. f. angew. Chem. 1899, 106) auch Anhydride,nach Fahrion (ebenda 1901, 1197 und 1221) auch Phenol-säuren und Laktone, die erst allmählich von verdünnter alkoho-lischer Lauge angegriffen werden, in Harzen, z.B. im Kolophonium,vorkommen.
Daher ergibt die Methode der Rücktitration ganz verschiedeneWerte je nach der Einwirkungsdauer und Stärke der alkoholischenLauge.
Aus vorstehenden Gründen schlagen neuerdings J. M'a r -c u s s o n und H. Winterfeld (Chem. Revue 1909, 104)ein abgeändertes Verfahren der direkten Titration der freienSäure vor, bei dem sie 3—4 g des gepulverten Harzes in200 ccm eines Gemisches von Benzol und absol. Alkohol amRückflußkühler lösen und nach dem Erkalten, ohne etwa Un-gelöstes abzufiltrieren, mit Vio N.-Lauge titrieren. Als Indi-kator hat sich bei Prüfung eines Schellacks, in dessen Lösungbei Benutzung von Phenolphthalein kein scharfer Umschlag zuerzielen war, Alkaliblau 6 b bewährt.
Das Verfahren wurde an Sansibarkopal und Dammarharz,bei denen die freie Säure noch auf anderem Wege, durch er-schöpfendes Auskochen mit absol. Alkohol und Titrieren derAuszüge mit Vio N.-Lauge, bestimmt worden war, unter Be-nutzung von Phenolphthalein als Indikator erprobt und gabnach beiden Methoden übereinstimmende Werte.
So war die Säurezahl von Sansibarkopal, nach dem erschöpfen-den Ausziehen mit Alkohol bestimmt, 72,8, von Dammarharz 24,8,nach dem direkten Lösungsverfahren mit Benzolalkohol 72,4bzw. 24,8.
In der Tabelle 76 reihen sich die von Marcusson undWinterfeld bestimmten Säurezahlen vollständig in die vonanderen Beobachtern ermittelten ein.
a) Ist in Harzen, in wasserlöslichen Harzölen und Mineral-ölen Ammohiakseife zugegen, so wird das Ammoniak erst getrenntnach S. 211 bestimmt. Hieraus wird die an Ammoniak gebundeneHarzsäure und aus der Titration des Gesamtöls die gesamte ge-bundene und freie Harzsäure berechnet, aus der sich dann unterAbzug der gefundenen gebundenen Säure die Menge der freienSäure berechnen läßt.
b) Harzkalkseife wird dem Kolophonium zum