A. Stearinkerzen.
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von Palmitinsäure und Stearinsäure geben Schmelzpunkt (sieheS. 296) und Molekulargewichtsbestimmung (Stearinsäure 284,Palmitinsäure 256) Aufschluß.
IV. Prüfling der Handelsoleüne ans Fetten.
Oleine aus Fetten sind gelbe bis dunkelbraune, klare oderteilweise trübe Öle, die als Hauptbestandteil Ölsäure, in geringererMenge stark ungesättigte Säuren, wechselnde Mengen festerFettsäuren und Neutralfett bzw. Laktone enthalten; Destillatole'in(Unterschied von Saponifikatolem siehe S. 390) enthält außerdemhäufig IsoÖlsäure und 3—10 % bei der Destillation gebildeteKohlenwasserstoffe.
Die Olei'ne werden als Rohmaterial zur Seifenfabrikationverwendet, zum Einfetten der Wolle vor dem Verspinnen sowiezur Herstellung wasserlöslicher Öle.
Die Untersuchung erstreckt sich auf Gehalt anNeutralfett und Kohlenwasserstoffen, in besonderen Fällen auchauf Gehalt an festen Fettsäuren.
Kohlenwasserstoffe. Die qualitative Probe, S. 331,läßt bei geringem Gehalt an Unverseifbarem häufig im Stich,da die natürlichen unverseifbaren Stoffe stark ungesättigt und da-her in verdünnter alkoholischer Seifenlösung merklich löslich sind.
Sicher werden selbst kleine Mengen solcher Kohlenwasser-stoffe durch Verseifen von etwa 20 g Olein und Ausziehen mittelsPetroläthers erkannt. Man erhält so äußerlich vollkommen mineral-ölartige, bisweilen infolge von Paraffinausscheidung teilweiseerstarrende Produkte, die sich von absichtlich zugesetztem Mineral-öl durch starkes Jodabsorptionsvermögen (Jodzahl 62—69),optisches Drehungsvermögen (a D = + 4,8 bis + 9,6°) und Farben-reaktionen beim Behandeln mit Acetanhydrid und Schwefelsäureunterscheiden (Marcusson, Chem. Revue 1905, 2).
Neutralfett kann aus der Ätherzahl des Oleins berechnetwerden.
Feste Fettsäuren werden nach Varrentrap(S. 306) bestimmt.
Stark ungesättigte flüssige Säuren, dieein Ole'in als Wollspickmittel unbrauchbar machen, werden durchdie Jodzahl und nach S. 310 erkannt.
Oleine aus Wollfett s. S. 400,