A. Stearinkerzen.
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Nach Lewkowitsch (Analysis II, 627 und 644) hatDestillatstearin den Erstarrungspunkt 54°, die Jodzahl 15—30,Saponifikatstearin den Erstarrungspunkt 55,6—56,7° und Jodzahlvon nur wenigen Einheiten.
II. Wertbestlmmiuig der Rohfette.
Maßgebend sind Gehalt an Wasser und Nichtfetten (nachS. 79 und 330 zu ermitteln) sowie namentlich der Erstarrungs-punkt der Fettsäuren. Seltener werden noch freie Säure, Hehner-zahl und Glyceringehalt bestimmt.
a) Erstarrungspunkt der rettsäuren, sog. Talgtiter, ist nacheinem der S. 320 ff. beschriebenen Verfahren genau zu ermitteln,da von ihm die Ausbeute an Kerzenmaterial abhängt.
Die Fettsäuren der für die Kerzenfabrikation wichtigstenFette haben folgenden Titertest:
Fettsäuren aus Titertest C°
Rindstalg ....................... 38—46
Hammeltalg ..................... 41—48
Knochenfett ..................... 36—42
Palmfett ........................ 36—45
Chinesischer Talg ................ 45—53
b) Gehalt an freier und gebundener Säure ist nach S. 146 zuermitteln. Von dieser Bestimmung ist nicht nur die Ausbeutean Fettsäuren und Glycerin, sondern auch die zur Verseifungnötige Menge an Kalk und Magnesia resp. Schwefelsäure oderTwitchells Reagens abhängig. Palmöl enthält beispiels-weise häufig bis annähernd 100 % freie Fettsäuren.
c) Gehalt an Ölsäure ist aus der Jodzahl des Fettes zu be-rechnen. (Reine Ölsäure Jodzahl 90,1.) Je niedriger die Jodzahl,desto geeigneter ist das Material zur Kerzenfabrikation.
d) Glycerinbestimmung. Für diese Bestimmung ist eine ganzeReihe von Verfahren ausgearbeitet:
1. Ungefähre Bestimmung. Da die Verseif ungder Glyceride durch Kali nach der Gleichung
C 3 H 5 (OR) 3 + 3 KOH = C 3 H 5 (OH) 3 + 3 R . OK
vor sich geht (R = Fettsäureradikal), so entsprechen 56,16 . 3 =168,48 g Kalihydrat 92 g Glycerin oder 1 g Kalihydrat 0,54664 gGlycerin.