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36 Erdöl und seine Verarbeitnngsprodukte.
V. Prüf img auf aromatische Kohlenwasserstoffe.
a) Qualitativ. Eine kleine Messerspitze fein zerstoßenen,von anorganischen Stoffen freien Asphalts, welcher durch längeresAuswaschen mit Petroleumbenzin vom spez. Gew. 0,70—0,71 vonseinen leicht löslichen Teilen befreit ist, wird auf einem kleinen Filtermit dem zu prüfenden Benzin Übergossen. Ist das ablaufende, in einemReagenzglas aufgefangene Benzin farblos, so kann es als frei von erheb-lichen Benzolzusätzen usw. angesehen werden; läuft es gelb oder braungefärbt durch, so ist die Anwesenheit von Benzol oder Toluol anzu-nehmen. Die Probe beruht auf dem Lösungsvermögen des Benzolsfür Asphalt und gestattet, bis zu 5—10 % Benzol im Petroleumbenzinnachzuweisen.
b) Quantitativer Nachweis (Krämer undBöttcher, Gewerbefleiß 1887): Beruht auf der Absorptionder aromatischen Kohlenwasserstoffe und Äthylene durchSchwefelsäure (Mischung von 80 Vol. konz. und 20 Vol. rauch.Säure), bedarf jedoch noch weiterer Ausgestaltung.
Der benutzte Apparat besteht aus einem etwa 75 com fassendenstarkwandigen Kölbchen, dessen etwa 50 cm langer Hals in Vio ccmgeteilt ist. Je 25 ccm Benzin (oder Petroleum) und Säure werdenim Kölbchen % St. lang kräftig durchgeschüttelt. Nach Verlauf von30 Min. füllt man mit konz. Schwefelsäure so weit auf, daß die obereOlschicht in die Röhre gedrängt wird, und liest dann nach einer Stundeso oft ab, bis keine Zunahme der indifferenten Kohlenwasserstoffemehr stattfindet.
Aus der Differenz zwischen dem ursprünglichen und späterenVolumen erhält man durch einfache Rechnung die Volumen-prozentzahlen der absorbierten Kohlenwasserstoffe. Bei einemGehalt von über 13 % an schweren Kohlenwasserstoffen wirddas Verfahren ungenau.
Will man charakteristische Derivate der aromatischenKohlenwasserstoffe abscheiden, so benutzt man zweckmäßigrauchende Salpetersäure wie bei der Prüfung von Terpentinölnach Burton (s. S. 421). Aus der salpetersauren Lösung, welchedie aromatischen Nitrokörper enthält, kann man diese nachdem Verdünnen mit Wasser durch Ausäthern gewinnen.
VI. Nachweis von Terpentinöl und Klenöl.
Läßt man in reines Petroleumbenzin (oder auch solches,das Benzol und dessen Homologe enthält) im Reagenzglas