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Medizinische Terminologie : Ableitung und Erklärung der gebräuchlichsten Fachausdrücke aller Zweige der Medizin und ihrer Hilfswissenschaften
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Leukopathie — Liehen islandicus.

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Z>euko|pathie: Leukodermie bzw. Albi-nismus.

Leukopenie [neüa Armut] (Löwit) : Ver-minderung der weißen Blutkörperchen.Leukophlegmasie: Phlegmasia alba.Leukoplakia oris [n>.dg Fläche]: Idio-pathisches Auftreten weißer, durch Epithel-wucherung bedingter Hecke auf Zunge u.Mundschleimhaut, die sich schwartenartigverdicken u. durch Bhagadenbildung ge-feldert aussehen können. Ursache oft vielesRauchen, nicht Syphilis. Syn. Leukoplakias. Ichthyosis s. Tylosis buccalis bzw. linguae,Lingua geographica, (Leuko-)Keratosis etc.Leukoplasie: 1. Zustand einer Schleim-haut, bei dem nur Teile ihres Epithels inForm weißlicher Inseln und Stränge er-halten sind. 2. Syn. f. Leukoplakie.

Leukoplast: Ein weißes gutklebendes,

zinkoxydhaltiges Kautschuck - Heftpflaster.

Leukoplasten [n'iaaaai bilden]: Bot.

Farblose, Stärkekörner enthaltende Chroma-

tophoren* in Pflanzenzellen.

Leukopoiese [nodto machen]: Entste-hung der Leukocyten.

Leuko|protease: Protease* in den poly-morphkernigen Leukocyten.Leukorrhoe = Fluor albus.Leuko|sarkomatosen(STEBNBEB,e):Lym-phaemien mit großzelligen tumorartigenWucherungen, nahestehend der Kdndrat-schen Lymphosarkomatosis*.

Leukosls: 1. Weiße Flecken auf derHornhaut. 2. Pigmentmangel im Auge(Albinismus).

Leukojtaxis: Chemotaxis d. Leukocyten.Leukotoxine (Deutsch) : Aggressine bzw.Leukocidine.

Leuko|trichle: Weißfärbung der Haare.Leukoverbindungen: Chem. UngefärbteVerbindungen, die aus gewissen Farbstoffendurch Peduction entstehen u. durch Oxy-dation vrieder in diese übergeführt werdenkönnen.

Leuk|uresis: Entleerung eines milchiggefärbten Urins. Cf. Chylurie.

Leuma [loipog Seuche]: Vet. Jede Pferde-seuche, speciell Influenza der Pferde.

Levaditt [Constantin, pariser Arzt] —L. Methode: Nach Härtung werden Ge-websschnitte mit Arg. nitricum (1.5%) u.Pyrogallol (4%) behandelt. Spirochaetaepallidae erscheinen tiefschwarz.

Levamentum [levo heben, beseitigen]:Linderungsmittel.

Levator: Heber. Cf. Musculus. -Spalt:Lücke zw. beiden Mm. levatores ani, -wulst:Bei Contraction des Levator veli palatinientstehende Vorwölbung' der Schleimhautzw. Tubenöffnung und Gaumensegel.

Levl [levis s. laevis glatt]: In Verbdg.:glatt-, mit glatten —.

Levlcobrunnen [Levico Ort in Südtirol]:Ein Eisen und Arsen enthaltender Brunnen.Levisticum [aus hßvarixöv lybischesKraut]: Liebstöckel, Umbelliferae. Cf. Ra-dix, Extractum.

Levket [Andre, Pariser Gynäkol., 1703—80] vd. Madriceaü-Levret.

Levurargyre [frz. levure Hefe]: Queck-sübernucleoproteid, erhalten durch Zusatzvon HgCl 2 zu Hefeculturen.

Levuretln, Levurine, Levurinose:

Trockene Hefepräparate.

Leyseh [Ernst v., Berl. Kliniker, 1832—1910] — L. Ataxie: Pseudotabes. — Cf.Charcot-Leyden, Leydenia.

L.-MOEBius'scher Typus: HereditäreForm der Dystrophia muscularis progres-siva mit Beginn im Beckengürtel u. denunteren Gliedmaßen.

Leydener Flasche [von Cünaeus inLeyden 1746 beschrieben; cf. Kleist]: Ap-parat zur Ansammlung statischer Elektri-cität. Breites Glas, das beiderseits bis nahezum oberen Bande mit Stanniol belegt ist,somit einen Condensator* bildet; mit innererBelegung ist Metallstange verbunden, diein einen Kopf endigt.

Leydenia gemmlpara [von v. Leydenentdeckt; gemma Knospe, pario erzeugen](Schaüdinn): Amoebenartiges Protozoon inder Ascitesflüssigkeit von Krebskranken.

Leydig [Franz v., Anatom, zuletzt Bonn,1821—1908] — L.Zellen: Zellen im inter-stitiellen Gewebe des Hodens, die wahrsch.die Hormone liefern, deren Wirkung demOrganismus die männlichen Charaktereverleiht. Von manchen aber auch als tro-phische Hilfsorgane der generativen Zellenaufgefaßt.

LI. Chem. = Lithium.

Llantral: Durch Benzin gereinigtesSteinkohlenteerextract. Gegen Hautleiden.

Llas [vom engl, layers Schichten, Lagen] :Oeol. Untere Abteilung der Juraformation,bestehend aus Ton, Sandstein, Lehm, Mergel.

LiBAVitrs [Andreas, Chemiker in Coburg,1540—1616] vd. Spiritus fumans.

Libelle [libella, Dim. von libra Wage]:Phys. Wasserwage; Bohre oder Dose ausGlas, das mit Wasser oder Äther bis aufeine Luftblase vollgefüllt ist. Letztere stehtbei horizontaler Stellung genau in der Mittedes (graduierten) Behälters, der somit zurBestimmung der Horizontalen dienen kann.Zool. [da Flügel beim Fliegen wagrecht aus-gespannt] Wasserjungfer, Ord. Pseudo-neuroptera. Libellida.

X.lber [lat.]: Bast*.

Libido [lat.]: Gelüst, Begierde. L. sexu-alis: Geschlechtstrieb bzw. das subjeetiveVerlangen nach Befriedigung desselben.

Libra [lat.]: Pfund. Als Medizinalge-wicht = 360 Gramm oder = 12 Unzen,ä 8 Drachmen, ä 3 Scrupel, ä 20 Gran.

Libriform: Bastähnliche, prosenehyma-tische Zellen des Holzes.

Licenz [licet es steht frei]: Erlaubnis,Befugnis.

Liohen, enis [Xelxw-, von Xel%a> lecken,weil Flechten weiter kriechen]: Flechte.1. Bot. vd. Flechten, Eichenes. In derfrüheren Pharm, wurden fälschlich oft auchAlgen damit bezeichnet. L. aphthosus:Peltigera aphthosa. L. arboreus: Usneabarbata. L. caninus: Peltigera canina.L. irlandicus: Carragheen. L. islandicus