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Medizinische Terminologie : Ableitung und Erklärung der gebräuchlichsten Fachausdrücke aller Zweige der Medizin und ihrer Hilfswissenschaften
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713-714
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LBDBB'sche Ulcus-Kur — Leükonychie.

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eingedampft wird. L. Ulcus-Kur: lOt'ägigeBettruhe, tags heißeümschläge, nachts Prieß-nitz. Bei Blutungen Eisblase, Adrenalin;Morphium, Wismut, zuerst völlige Absti-nenz, Nährklysmen. Bei Aufhören bzw.Fehlen einer Blutung in der 1. Woche nurMilch, Suppe, Fleischsaft, in der 2. Zulagevon Zwieback, in der 3. feingehackte Fleisch-speisen, in der 4. Kartoffelpüree u. Mehl-speisen, Übergang zur gewöhnlichen Kost.Cf. Lenhartz.

Leuch|haemorrhoiden \Xevx6s weiß]:Schleimhauthaemorrhoiden.

Leuchtgas: Mit leuchtender Flammebrennendes Gasgemenge, gewonnen durchtrockene Destillation kohlenstoff reicher Sub-stanzen, bes. Steinkohlen. Bnhält nebenWasserstoff u. verschiedenen Kohlenwasser-stoffen 4—5% Kohlenoxyd, wodurch beson-ders die -Vergiftung bedingt wird.

Leuchtwürmchen vd. Lampyris.

Leucin \Xevx6s weiß, weil aus weißenBlättchen bestehend]: Aininocapronsäure.Spaltungsproduct der Eiweißstoffe.

Xieucismus = Albinismus.

Leucitis: Entzündung der weißen Augen-haut (Sklera).

Leukaemie: Von Virchow (1845) auf-gestellter, gegenüber der Pyaemie abge-grenzter Krankheitsbegriff, nämlich eine be-sondere Ex-krankung der blutbereitendenOrgane mit Vermehrung der weißen u. Ab-nahme der roten Blutzellen. Zuerst unter-schied man nach dem vermuteten Ursprungs-organ eine lymphatische L. (mit großenLymphdrüsen), eine lienale L. (mit großemMilztumor), eine myelogene L. (mitKnochenempfindlichkeit u. starken Knochen-markveränderungen). Jetzt unterscheidetman nach dem Ursprungs g e w e b e : a)ymphatische Leukaemien (oderLymphadenosen), ausgehend vom lympha-tischen Gewebe des Organismus, nichtvon einem Organ (Lymphknoten, Milz oderKnochenmark); b) myeloische Leuk-aemien (oder Myelosen), ausgehend vommyeloischen Gewebe des Organismus, dasnicht nur im Knochenmark entwickelt ist,sondern aus undifferenzierten Vorstufenüberall entstehen kann. Beide Arten tretensofort ohne primären Herd als generali-sierte Systemerkrankungen auf u. kommenin akuter u. chronischer Form vor. (NachNaegeli.) Cf. Aleukaemie, Pseudoleukae-mie, Chloroleukaemie.

Leukaethiopie [al&io\p Neger, da zuerstbei solchen beobachtet]: Albinismus.

Leuk anaemie (Leübe 1900): Mischformzw. Leukaemie u. perniciöser Anaemie.

Leukanilin: Leukobase des Rosanilin;

Leuke: Der weiße Aussatz. Cf. Morphaea,Lepra alba.

Leukine: Von Leukocyten abgesondertebaktericide Substanzen, die im Gegensatzzu den Alexinen thermostabil u. nichthaemolytlsch sind.

Leuko-: In Verbdg.: weiß-, mit weißen.

Leuko basen = Leuko Verbindungen.

Leuko blasten: 1. Mutterzellen der Leu-kocyten. 2. (Pappenheim) Zwischenstadiumzw. Myeloblasten u. Myelocyten.

Leukocidin: 1. Ein Leukocyten schädi-gendes Secretionsproduct der Staphylokok-ken. 2. Durch Immunisierung mit Leuko-cyten erhaltenes Cytotoxin.

Leuko cyten: Farblose Zellen im Blut(„weiße Blutkörperchen") u. lymphatischenGewebe. Im Anschluß an Ehrlich unter-scheidet man: Lymphocyten, große Mono-nucleäre u. Ubergangsformen, neutrophilepolymorphkernige L., Eosinophile, Mast-zellen, histoide L.; als pathologische For-men Myeolocyten, Myeloblasten, Plasma-zellen, Reizungsformen., Megakaryocyten.(Nach Naegeli).

Leukocythaemle = Leukaemie.

Leuko(cyto)lyse: Auflösung der weißenBlutkörperchen.

Leukocytjom: Geschwulst aus Rund-zellen, zwischen denen ein fasriges Netzwerkliegt. Auch Syn. für Lymphom.

Leukocytose: Vorübergehende u. sym-ptomatische Vermehrung der weißen Blut-körperchen (über 10000 im Cubikmilli-meter).

Leukooytozoon: Eine Gattung von Blut-parasiten, die nur in Leukocyten vorkommt.L. Ziemanni: Im Blute des Steinkauzesu. der Stechmücke. Verwandt mit Haemo-proteus u. der Gattung Spirochaete. Syn.L. Danilewsky, Haemamoeba Ziemanni.

Leuko|derm(i)a: Weißfärbung einzelnerHautstellen durch Pigmentmangel; ange-boren oder erworben (z. B. durch Syphilis,Neuritis etc.). Cf. Albinismus, Vitiligo.

Leukofermantin [willk.]: Tierserum,dessen Gehalt an Antitrypsin durch Vor-behandlung der Tiere mit Pankreastrypsinangereichert ist.

Leuko gen: 1. Saures, schwefligsauresNatron. Bleichmittel. 2. Ein Staphylo-kokken-Vaccin.

Leukokeratosis vd. Leukoplakia.

Leukolin [weil farblos] = Chinolin.

Leuko|lyse = Leukocytolyse.

Leukoma: Weißer, ganz undurchsich-tiger Fleck (Narbenfleck), namentlich in derHornhaut des Auges. Cf. Macula corneae,Nubecula. L. adhaerens: L. mit Verwach-sung zw. Iris u. Hornhaut L. oris: Leuko-plakie. L. unguium: Leükonychie.

Leukoma'ine [Wxco^a das 'Weißgefärbte,hier Eiweiß] (Gaütier) : N-haltige Basen,die im Körper während des Lebens ausEiweißtoffen entstehen u. meist zur Gruppeder Xanthinkörper u. des Kreatinin gehören.

Leukomator rhoe: Fluor albus.

Leukomatosis: Bildung weißer Flecken.

Leukomelalgie (C. Gerhardt): Gegen-satz zur Erythromelalgie, wobei die Hautinfolge krankhafter Blutleere anfallsweisekalt und blaß ist.

Leuko|myelitis: Entzündung der weißenRückenmarksubstanz. L. posterior chro-nica: Tabes dorsalis.

Leuk|onychie: Weiße Färbung derNägel. Cf. Mendacia unguium.

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