Elektrolyt* — Elektrostatik.
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werden durch den elektrischen Strom zer-legt. Diese zerfallen dabei in einen elektro-positiven* Bestandteil (Kation) n. einenelektronegativen (Anion), von denen erstereran d. Kathode, letzterer an d. Anode ab-geschieden wird, bzw. sich mit dem Mate-rial der betr. Elektrode chemisch verbindet.Cf. Ionen. In der Med. wird E. zur Re-sorption krankhafter Producte n. zur Ge-webszerstörung u. Epilation angewandt.Cf. Elektrokatalyse.
Elektrolyte: Leiter* 2. Klasse. Cf. Elek-trolyse, Ionen.
Elektrolytisch — E. Dissociation*:Zerfall eines Elektrolyten in Ionen, die mitpositiver bzw. negativer Elektricität ge-laden sind. E. Grundgesetz vd. Faraday.Cf. Elektrochemisch. E. Unterbrecher:Flüssigkeitsunterbrecher*. Der Name istirrtümlich, da die Unterbrechung nicht aufElektrolyse beruht.
Elektromagnet: Ein (gew. stab- oderhufeisenförmiges) Stück weiches Eisen, dasdadurch zum Magneten wird, daß die da-rum gewickelten Drahtwindungen voneinem elektrischen Strome umflossen wer-den. Mit Aufhören des letzteren verschwin-det auch der Magnetismus. Die Lage derPole ergibt sich aus der AiiPERE'schen Regel.
Elektromagnetisch — E. Ablenkungvd. Ampere. E. Grundgesetz vd. Biot-Savart. E. Elohttheorie (Maxwell):Theorie, der zufolge die Eortpüanzung desLichtes auf elektromagnetischen Schwin-gungen der Ätherteilchen beruht. Cf. elek-trische Wellen. E. Maßsystem: AbsolutesMaßsystem, das von den magnetischenWirkungen der Elektricität ausgeht. Hier-nach ist z. B. Einheit der Intensität (vonder die anderen Einheiten leicht abzuleitensind) in einem Strom vorhanden, der beimDurchfließen der Längeneinheit auf einenMagnetpol von der Stärke 1 im Abstände1 die Kraft 1 Dyne ausübt. Die Dimensionder Stromstärke ist daher »W>H. Diepraktischen Einheiten unterscheiden sichvon den absoluten durch Potenzen von 10.Cf. elektrostatisches Maßsystem. E. Ma-schinen : Elektromotoren (2). E. Therapie:Anwendung von Elektromagneten, 1. zurEntfernung von Eisensplittern, 2. zur All-gemeinbehandlung. In letzterem Falle wirdentweder durch den Elektromagneten (mitseiner Hülle zusammen „Radiator" genannt)ein Wechselstrom geschickt (System Kon-rad) oder es wird ein rotierender Magnetmit Gleichstrom gespeist (System Trüb).
Elektromagnetismus: Lehre von dermagnetischen Wirkung elektrischer Strömebzw. von der Wechselwirkung zwischenihnen und Magneten. Cf. Amperes Regel,Elektromagnet.
Elektromasohine: Influenzmaschine.
Elektrojmeter: Apparat zum Messenelektrostatischer Potentiale und Potential-differenzen und somit indirekt auch von Elek-tricitätsmengen. Cf. Capillarelektrometer.
Elektromotoren [moveo bewegen]: 1.Elektricitätserreger; Körper, durch deren
gegenseitige Berührung Elektricität ent-steht (E. erster und zweiterKlasse =Leiter* erster und zweiter Klasse); fernergalvanische Elemente, Thermosäulen undelektrische Maschinen. 2. Maschinen, die,mit elektrischem Strom gespeist, Arbeitleisten. Cf. Dynamomaschinen.
Elektromotorische Kraft: Die (ihremWesen nach unbekannte) Kraft, welcheElektricität in Bewegung setzt, bis zu einemgewissen Punkte bewegt. Anders ausge-drückt: die Kraft, welche bewirkt, daß inElektromotoren (1) Elektricität auftritt, daßalso eine Potentialdifferenz entsteht. Diee. K. hat daher dieselbe Dimension wiedas elektrische Potential.
Elektromotorische Punkte (Remak):Punkte, von denen aus die elektrischeReizung von Muskeln und Nerven ambesten gelingt. Syn. Points d'election.
Elektromusculäre Sensibilität: Em-pfindlichkeit von Muskeln bzw. Verhaltendes Muskelsinnes gegen elektrische Reize.
Elektronegativ vd. negativ elektrisch.
Elektronen (Stoney): Die kleinsten mitElektricität geladenen Bestandteile (Corpus-keln) der Materie; also Teilchen, die gleich-zeitig ein Elementarquantum der Elektrici-tät u. der Masse vorstellen.
Elektro-Optik: Lehre von den Bezie-hungen zwischen Elektricität und Licht.
Elektropalladiol (Clin) : ElektrischesKolloidpalladium.
Elektro| pathologie: Lehre von denkrankhaften Reactionen auf elektrischeReize, von den Erkrankungen durch Blitzu. elektrische Starkströme.
Elektro[phor [if>sg<o tragen]: Apparatzum Studium der elektrostatischen Influenz.Hartgummiplatte („Kuchen"), die unten aufeiner metallenen Schüssel („Form") ruht,oben von einer mit isoliertem Handgriffversehenen Metallplatte („Schild") bedecktist. -maschine: Influenzmaschine.
Elektrophysiologie: Physiologie derelektrischen Erscheinungen im tierischenKörper. Umfaßt die Phänomene tierischerElektricität wie die Wirkungen elektrischerReize auf den Organismus.
Elektroplatinol (Clin) : ElektrischesKolloid-Platin.
Elektropositiv vd. positiv elektrisch.
Elektropunctur: Acupunctur*, bei derdie eingestochene (ev. bis zur Spitze gutisolierte) Nadel zugleich als Elektrode dient,um den elektrischen Strom in der Tiefeeinwirken zu lassen. Angewendet z. B.zur Anregung der Callusbildung bei schlechtheilenden Knochenbrüchen, zur Verödungvon Aneurysmen und Varicen, zur Zerstö-rung von Haarbälgen etc. Syn. Galvano-punctur. Cf. Elektro(kata)lyse.
Elektroselenium (Clin) : ElektrischesKolloid-Selenium.
Elektros|kop: Instrument zum Nach-weis geringer Elektricitätsmengen.
Elektro | Statik: Lehre von der im Gleich-gewicht befindlichen „ruhenden" Elektrici-tät, also von den elektrischen (statischen)