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Medizinische Terminologie : Ableitung und Erklärung der gebräuchlichsten Fachausdrücke aller Zweige der Medizin und ihrer Hilfswissenschaften
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Elektrischer Pinsel — Elektrolyse.

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citätsconstante. E.Pinsel: Pinselförmige,in viele feine Messingfäden auslaufendeElektrode, die zu therapeutischen Zweckenbenutzt wird. E. Säule: VoLTA'sche Säule.E. Schwingungen: Die außerordentlichrasch hin- u. hergehenden elektrischen Be-wegungen, die bei der Eunkenentladungentstehen und sich analog dem Lichte fort-pflanzen. Cf. e. Wellen, Dämpfung. E.Schwingungskreis: Vorrichtung zur Er-zeugung elektr. Schwingungen, bestehendaus Funkenstrecke in Verbdg. mit Conden-sator u. Selbstinduction. E. Spannung:Bestreben der Elektricität, sich von einemLeiter in das umgebende Dielektricum aus-zubreiten. Ist proportional dem Potentialbzw. der elektromotorischen Kraft. E.Staubfiguren: LicHTENBERG'sche Figuren.E. Strom: Strömende Elektricität. Diesebewegt sich hierbei von Orten höheenrPotentials zu solchen niederen. Unter derStromrichtung schlechtweg versteht man dieRichtung, in welcher die positive Elek-tricität sich bewegt. Ein aufsteigenderS. geht centripetalwärts, ein absteigendercentrifugalwärts. E. Wellen: Die Wellen,welche bei der Ausbreitung der e. Schwin-gungen entstehen; sie sind den Lichtwellenanalog, nur wesentlich länger. E. Wider-stand : Die Ursache der Schwächung eineselektrischen Stromes beim Passieren einesLeiters. Cf. Ohm, specifisch.

Elektro affinität: Die Kraft, mit der d.Ionen ihre elektrische Ladung festhalten.Syn. Haftintensität.

Elektro [bioskopie: Feststellung desTodes mit Hilfe des elektrischen Stromes.3 Stunden nach dem Tode reagieren dieMuskeln nicht mehr auf den faradischenStrom.

Elektrokardiogramm: Curve der Ac-tionsströme des tätigen Herzens, die manmit Hilfe eines Saitengalvanometers bzw.Capillarelektrometers erhält. Die Strom-abnahme erfolgt von beiden Händen bzw.vom Anus u. Oesophagus.

Elektrochemie: „Lehre von den Be-ziehungen zwischen elektrischen und che-mischen Erscheinungen, insbesondere vonder Umsetzung elektrischer Energie inchemische und umgekehrt." (Auerbach.)

Elektrochemisch — E. Aequivalente:Die Mengen der durch 1 Ampere bei derElektrolyse ausgeschiedenen Elemente, be-zogen auf Wasserstoff als Einheit. ' E.Spannungsreihe: VoLTA'sche Spannungs-reihe*. E. Zersetzung: Elektrolyse.

Elektro cutane Sensibilität: Empfind-lichkeit der sensiblen Hautnerven gegen denelektrischen Strom. Cf. faradocutan.

Eleotrocution: Hinrichtung, weit. Schä-digungen des Tierorganismus durch denelektr. Strom.

Elektroden [ödosWeg]: Stromgeber; diePole einer galvanischen Kette, insbesonderedie (verschieden geformten und ev. mit Hand-griff versehenen) Enden, durch welche derStrom in eine Flüssigkeit oder in Körper-gewebe eintritt. Syn. Rheophore, Exci-

tatoren. Cf. Anode, Kathode, Reiz-E., in-different, unpolarisierbar.

Elektro diagnostik: Anwendung derElektricität, insbesondere des galvanischenund faradischen Stromes, zu diagnostischenZwecken, z. B. zur Prüfung der Muskel-und Nervenerregbarkeit.

Elektrodynamik: Lehre von den Be-wegungserscheinungen, die durch Einwir-kung elektrischer Ströme aufeinander (sowieauf Magnete) entstehen.

Elektrodynamisch — E. Grundge-setze (Ampere) : 1. Parallel gerichtete elek-trische Ströme ziehen sich an, wenn siegleiche Richtung haben, anderenfalls stoßensie sich ab. 2. Gekreuzte Ströme suchensich parallel und gleichgerichtet zu stellen.3. Die Anziehung bzw. Abstoßung zweierStromelemente ist proportional dem Producteihrer Intensitäten und dem Producte ihrerLängen, umgekehrt proportional dem Qua-drate der Entfernung, außerdem aber vonden Winkeln abhängig, welche die Elementemiteinander und mit ihrer Abstandsrichtungbilden. E. Maßsystem: Absolutes* elek-trisches Maßsystem, das auf der elektro-dynamischen Wirkung basiert ist. Hierbeigilt die Stromstärke als Einheit, die in 2parallel nebeneinander liegenden Elementenvon der Längeneinheit in der Einheit derEntfernung die Einheit der Wechselwirkungerzeugt. Die Dimensionen sind dieselbenwie im elektromagnetischen Maßsystem.(Nach Auerbach.)

Elektro[dynamometer (Weber): Appa-rat zum Messen der Stärke sehr kurzdau-ernder Ströme, bes. von Wechselströmen.Bifllar aufgehängte, bewegliche Drahtspule,die von einer festen, senkrecht zu ihr stehen-den Drahtrolle umgeben ist. Geht einStrom durch beide Rollen, so ist die Ab-lenkung der beweglichen dem Producte derStromstärken proportional.

Elektro endoskopie: Endoskopie mitBenutzung von elektrischem Lichte.

Elektro gymnastik: Herbeiführung vonMuskelcontractionen durch elektrische Rei-zung zu therapeutischen Zwecken.

Elektro|katalyse(R.REMAK):Dieelektro-lytischen, kataphorischen u. vasomotorischenWirkungen bei Durchleitung des elektr.Stromes durch den tierischen Körper. Die-selben bestehen also sowohl in einer (ge-ringen) Zersetzung der Gewebssäfte, wiein der Überleitung (medicamentöser) gelösterSubstanzen von der Anodezur Kathode (Kata-phorese), schließlich in einer Verengerungoder Erweiterung von Blut- u. Lymph-gefäßen mit ihren Folgeerscheinungen.

Elektro[kinetik: Lehre von der strömen-den Elektricität. Gegensatz: Elektrostatik.

Elektrolepsie: Chorea elektrica.

Elektro|luminescenz: Die durch Elek-tricität hervorgerufenen Lichtersch einungen,bes. in verdünnten Gasen.

Elektro lyse: Elektrochemische Zer-legung von Flüssigkeiten bzw. von gelöstenKörpern in einfachere Bestandteile. N ur sog.Leiter* zweiter Klasse oder Elektrolyte*