Bestimmung des Kohlendioxyds 7
Gummischlauch, in welchem ein rechtwinklig gebogenes StückGlasrohr steckt, versieht. Nun läßt man einige Zeit durchSchlauch und Glasrohr Kohlendioxyd, strömen, bis man sichersein kann, daß alle Luft verdrängt ist. Während das Kohlen-dioxyd noch langsam strömt, steckt man das Glasrohr in dasvollständig mit Wasser gefüllte schließende Schlauchstück einerHempelschen Bürette, lüpft den Quetschhahn und läßt diegewünschte Anzahl Kubikcentimeter Kohlendioxyd in dasMeßrohr eintreten. Jetzt schließt man den Hahn des Kipp-schen Apparates, entfernt das Glasrohr aus dem schließendenSchlauch und liest das eingetretene Volumen nach 5 Minutenlangem Warten ab.
Nachdem möglichst viel Sperrwasser aus dem Niveaurohrentfernt ist, stellt man es auf den Boden, lüpft den Quetsch-halm, läßt bis annähernd zur Marke 100 Luft zu dem ab-gemessenen Kohlendioxyd hinzutreten, wartet 5 Minuten undliest das Gesamtvolumen ab. Nachdem nun wieder möglichstviel Sperrwasser aus dem Niveaurohr entfernt worden ist, gießtman ca. 40 ccm verdünnte Kalilauge hinein und verfährt zurAbsorption des Kohlendioxyds in genau derselben Weise, wiees bei der Absorption des Sauerstoffs in der vorigen Übungbeschrieben worden ist.
Resultat:
Abgemessen C0 2 .... 23,4 ccm
Gesamtvolumen.....96,8 „
Nach Absorption mit KOH 73,6 „Gefunden C0 2 = 96,8-73,6 = 23,2 „Fehler . . ...... 0,2 „
Die Absorption des Kohlendioxyds durch Kalilauge verläuftviel schneller als die Absorption des Sauerstoffs durch alkalischePyrogallollösung. Ist erst genügend Reagens in das Meßrohreingetreten, so genügt 3—4maliges Hin- und Herneigen, umeine vollständige Absorption zu erzielen.