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Gasanalytische Übungen : ein Hilfsbuch für das gasanalytische Praktikum
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Bestimmung des Kohlendioxyds

des Pyrogallols ist nicht imstande

Die wäßrige LösunSauerstoff zu absorbieren; erst wenn ein Alkali hinzugefügtwird, zieht das Reagens mit Begierde Sauerstoff an. Invöllig luftfreier Kalilauge löst sich Pyrogallol farblos auf; läßtman aber nur eine Spur Sauerstoff hinzutreten, so färbt siclidie alkalische Pyrogallollösung zuerst violett und bald darauftief dunkel-braunschwarz; dieses Verhalten wird dazu benutzt.Spuren von Sauerstoff qualitativ nachzuweisen. Bei der Be-reitung der alkalischen Pyrogallollösung darf man sich nie desdurch Alkohol gereinigten Kalis bedienen, da man hiermit, wieHempel nachgewiesen hat, immer falsche Resultate erhält.Bei der Absorption von Sauerstoff durch alkalische Pyrogallol-lösung muß man auch immer ein gewisses Temperaturintervalleinhalten. Die Temperatur soll wenn möglich nicht niedrigerals 15° sein; bei 7° ist das Reagens schon bedeutend wenigerwirksam. Die chemischen Reaktionen, welche bei der Ab-sorption des Sauerstoffs durch eine alkalische Pyrogallol-lösung vor sich gehen, sind bis beute noch vollkommen un-bekannt.

4. Bestimmung des Kohlendioxyds in einem Gemisch vonKohlendioxyd und Luft in der Hempelschen Bürette.

Als absorbierendes Reagens wird in diesem Falle Kalilaugeverwendet.

In einer Hempelschen Bürette werden über mit Kohlen-dioxyd gesättigtem Wasser 1 ca. 2030 ccm Kohlendioxyd genauabgemessen. Das Kohlendioxyd wird einem Kipp sehen Appa-rate entnommen. Man verfährt hierbei in der Weise, daß mandas Gasableitungsrohr des Kipp sehen Apparates mit einem

1 Man muß das Kohlendioxyd über Kohlendioxydwasser als Sperr-flüssigkeit abmessen, weil dieses Gras ziemlich beträchtlich in Wasserlöslich ist. Würde man über destilliertem Wasser ablesen, so würde sichfortwährend von dem abgesperrten Kohlendioxyd lösen, und man würdekeine genaue Messung erhalten (siehe auch die nächste Übung).