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1 (1910)
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Phenole und Phenoläther.

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Säure entstehende Nitrosoverbindung vom Smp. 160 bis 162 01 ).Durch Oxydation kann es in Thymochinon übergeführt werden.

Wie seine Derivate besitzt Thymol stark desinfizierendeEigenschaften, die jedoch durch Einwirkung oxydierender Fer-mente bei Gegenwart von Luft aufgehoben werden können").

Weder vom Thymol noch vom Carvacrol sind Äther inätherischen Ölen aufgefunden worden. Guillaumin 8 ) hat Iso-mere des Thymols dargestellt und beschrieben, doch ist nochnichts darüber bekannt, ob diese auch in ätherischen Ölen vor-kommen.

Carvacrol.

CH 3

C

HCHC

COHCH

C

H 3 CCHCH 3

Carvacrol (Isopropyl-o-kresol), C 10 H 14 O, findet sich haupt-sächlich in Ölen von Labiaten. Bisher ist es nachgewiesen wordenim CampherÖl, Schinusöl, Öl von Monarda punctata (?), M. fis-tulosa, M. citriodora, Bohnenkrautöl, Öl von Satureja montana,Dostenöl (?), Triester, Smyrnaer, cyprischen und syrischenOriganumöl, Thymianöl, Quendelöl und im Öl von Thymuscapitatus (?).

Künstlich kann es aus dem isomeren Carvon durch Be-handeln mit Kali, Schwefel- oder Phosphorsäure, aus Campherdurch Erhitzen mit Jod, aus Cymolsulfosäure durch Verschmelzenmit Kali, ferner aus einer Reihe von Terpenderivaten dargestellt

*) Über die Darstellung vgl. Klages, Berl. Berichte 32 (1899), 1518.

2 ) Cousin u. Herissey, Journ. de Pharm, et Chim. VI. 26 (1907), 487.

3 ) Etüde chimique et pharmacologique des thymols synthetiques derivesdes acides cresotiniques. Inaug.-Dissert., Paris 1909; Bericht von Schim-mel 8; Co. April 1909, 137.