464
Familie: Lauraceae.
282. Öl von Cinnamomum pedunculatum.
Das ätherische Ol der Stammrinde von dem in Japan als„Yabunikkei" bekannten Cinnamomum pedunculatum Presl.(Nees) (C. japonicum Sieb.) haben Keimazu und Asahina 1 )untersucht. Das vom gewöhnlichen Zimtöl ganz verschiedeneÖl hatte folgende Eigenschaften: d 0,917, [o] D —280,54' (— 4°40'?),S. Z. 0, V. Z. 0, V. Z. nach Actig. 84,6. Das Öl ist reich an«-Phellandren (Nitrit, Smp. 110°) und enthält außerdem einekleine Menge Eugenol (Benzoylverbindung, Smp. 69), sowieMethyleugenol (Veratrumsäure, Smp. 179°).
Ein von Schimmel cf Co.'-) untersuchtes Öl hatte eine hell-gelbe Farbe und die Konstanten: d 15 „ 0,9316, a D — 14° 32';nicht völlig löslich in 10 Vol. 70°/oigen Alkohols, löslich in1,2 Vol. u. m. 80°/oigen Alkohols. Das Öl enthält ca. 6°/oPhenole, die einen kresolartigen Geruch besitzen; die Nicht-phenole enthalten Phellandren und wahrscheinlich Linalool.
283. Öl von Cinnamomum Sintok.
Aus der Stammrinde von Cinnamomum Sintok Blume 3 )ist durch Destillation in guter Ausbeute ein nach Gewürznelkenund Muskatnuß riechendes Öl von d 27j8 „ 1,008 erhalten worden. NachEntfernung von 13"/o Eugenol (Benzoylverbindung) siedete derRest, eine farblose, nach Muskatnuß riechende Flüssigkeit, bei 250°.
Das Öl der Wurzelrinde hat einen mehr campherartigenGeruch.
284. Lawangöl.
Eine aus Niederl.-Indien unter dem Namen „Lawang" aus-geführte Rinde lieferte E. W. Mann 4 ) 0,5% eines nach Muskat-nuß, Sassafras und Nelken riechenden Öls von folgenden Eigen-schaften: d 13>5 „ 1,0104, « D , 0O —6,97°, n 1)20 „ 1,5095, S.Z. 1,15,
') The Oriental Druggist 1 (1906), Nr. 3. Yokohama; Bericht vonSchimmel Sj Co. April 1907, 112.
-) Bericht von Schimmel h Co. Oktober 1907, 20.
3 ) Verslag's Lands plantentuinteBuitenzorg 1895,39. Hinter dem Pflanzen-namen steht ein Fragezeichen, was wohl andeuten soll, daß die botanischeBestimmung nicht ganz sicher ist.
4 ) Pharmaceutical Journ. SO (1912), 145.