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2 (1913)
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448
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Familie: Lauraceae.

propylester, wie aus dem Siedepunkt eines nach dem Ver-seifen den Zimtalkohol begleitenden Alkohols geschlossenworden ist.

Wegen der leichten Oxydierbarkeit des Zimtaldehyds ent-hält Cassiaöl auch stets freie Zimtsäure, doch ist ihre Mengegeringer, als man nach der Veränderlichkeit des ganz reinen Alde-hyds annehmen könnte, denn sie beträgt nur ungefähr P/o 1 ).

Die freie Zimtsäure hat die sehr unangenehme Eigenschaft,daß sie die aus Blei bestehenden Kanister, in denen das Öl ver-sandt wird, angreift und das Öl deutlich bleihaltig macht. Einin einem Cassiaöl von Hirschsohn' 2 ) beobachtetes kristalli-nisches Sediment bestand aus zimtsaurem Blei. Infolge dieserWahrnehmung untersuchte er eine Reihe von Handelsölen undfand von 12 Proben 11 bleihaltig. Der Nachweis von Blei ge-schieht durch Schütteln einiger Tropfen Öl mit Schwefelwasser-stoffwasser, wodurch sich bei einem bleihaltigen Öl die Tropfenje nach dem Bleigehalt rot bis schwarz färben.

Es sollte, wenn Cassiaöl zu medizinischen oder Genuß-zwecken gebraucht wird, nur das bleifreie rektifizierte Öl zurAnwendung kommen.

Verfälschungen und ihr Nachweis. Cassiaöl wurde früher nurmit fettem Öl, Cedernholzöl oder Gurjunbalsamöl verfälscht. DerNachweis dieser Zusätze war sehr einfach, da sie das spez. Ge-wicht erniedrigten und die Löslichkeit in 80°/oigem Alkohol auf-hoben. Cedernöl und Gurjunbalsamöl waren außerdem noch durchihre starke Linksdrehung durch den Polarisationsapparat leicht zuermitteln. Weniger einfach war die Erkennung einer Fälschung,die in Macao und Hongkong betrieben wurde und Ende der 80er

*) Offenbar wirkt der Essigsäurezimtester in hohem Grade konservierend,was folgender Versuch beweist. Ein sehr altes Cassiaöl von 77,7 °/o Alde-hydgehalt wurde in einer flachen, mit durchlöchertem Filtrierpapier bedecktenSchale 1 Jahr lang an einem Orte aufbewahrt, wo Wärme, Licht und Luftungehinderten Zutritt hatten. Nach Ablauf dieser Zeit war der Zimtsäure-gehalt des Öls von ursprünglich 0,7°/o auf 8,5°/o gestiegen. Eine eigentlicheVerharzung hatte dabei nicht stattgefunden, denn der Destillationsrückstand(vgl. unter Prüfung) betrug gegen Ende des Versuchs nur wenig mehr als imAnfang. Reiner Zimtaldehyd würde sich unter gleichen Verhältnissen sehrbald in einen Klumpen von Zimtsäure verwandelt haben. (Bericht vonSchimmel Sf Co. Oktober 1890, 10.)

2 ) Pharm. Zeitschr. f. Rußland 30 (1891), 790.