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2 (1913)
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401
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Sternanisöl.

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11. Safrol. Das Vorkommen dieses Körpers war vonF. Oswald 1 ) dadurch wahrscheinlich gemacht, daß er bei derOxydation mit Permanganat einen bei 35 bis 36° schmelzenden,nach Piperonal riechenden Körper erhielt. Schimmel 8j Co. 2 )bewiesen die Identität dieses Körpers durch Überführen in dasbei 224 bis 225° schmelzende Piperonalsemicarbazon.

12. Anisketon. Nach Tardy 1 ') enthält das Sternanisöleinen bei 263° siedenden (d 1,095), Anisketon (acetone anisique)

genannten Körper der Formel C 6 H t <+ H :! n c , dessen Oxim

bei 72°, dessen Semicarbazon bei 182° schmilzt. Das Anis-keton verbindet sich mit Bisulfit und gibt bei der Oxydation inschwach alkalischer Permanganatlösung Essigsäure und Anissäure.

13. Die höchst siedenden Fraktionen bestehen aus einembei 272 bis 275° siedenden Sesquiterpen, e D 5° :) ).

Zwei weitere erst durch Oxydation an der Luft entstandeneSubstanzen, die stets im Sternanisöl, wie in jedem anethol-haltigen Öle auftreten, sind Anisaldehyd und Anissäure. Siefinden sich um so reichlicher, je älter das Öl ist.

Eigenschaften. Sternanisöl ist eine farblose oder gelbliche,stark lichtbrechende, infolge ihres Anetholgehalts in der Kälteerstarrende Flüssigkeit von anisartigem Geruch und intensivsüßem Geschmack. d, 00,98 bis 0,99; a D schwach links, bis2°,in einigen Fällen schwach rechts 4 ), bis + 0°36'; n mo 1,553 bis1,556; Erstarrungspunkt +15 bis +18°, meist um +16°, aus-nahmsweise bis zu -f- 14° herunter 5 ); löslich in 1,5 bis 3 Vol.und mehr 90 "/o igen Alkohols.

') Arch. der Pharm. 2-2!) (1891), 86.

2 ) Bericht von Schimmel $ Co. April 1910, 101.

3 ) Anm. 3, S. 400.

') Die Rechtsdrehung entsteht wahrscheinlich durch Zumischung desrechtsdrehenden Blätteröls (siehe S. 406).

B ) Ab und zu tauchen im Handel Öle auf, die, obwohl sie einen niedri-geren Erstarrungspunkt besitzen, unverfälscht sind. Die Eigenschaften vonfünf derartigen Ölen waren folgende: d 15 ° 0,988 bis 0,998, « D +0° 11'bis +0°32', Erstp. -{-8,75 bis 13,75°; sämtlich löslich in 1,5 Vol. 90°/oigenAlkohols. Diese als Blumenöle bezeichneten Öle werden jedoch nicht, wieman vermuten könnte, von den Blüten des Sternanisbaumes gewonnen, son-dern angeblich von den unreifen Früchten, die, um das Reifen und Gedeihender übrigen Früchte zu erleichtern, abgepflückt werden. Möglicherweise sind

üildemcistcr, Die ätherischen Öle. II. 26