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Osyrisöl.
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Baumes ist dunkelbraun, von ungemein dichtem, zähem Gefügeund außerordentlich hart und schwer. Es enthält 5% einesdickflüssigen, kirschroten Öls vom spez. Gewicht 1,022 bei 15°.Der Geruch ist angenehm balsamisch mit rosenähnlichem Bei-geruch. Beim Stehen scheiden sich aus dem Ol Kristalle ab,die nach dem Umkristallisieren farblose, bei 104 bis 105° schmel-zende Prismen bilden 1 ).
Zusammensetzung. Der kristallinische Bestandteil des Öles istvon A. Berkenheim untersucht worden -). Dieser fand den Schmelz-punkt bei 101 bis 103° und stellte die Formel C 15 H 24 0 2 auf. DerKörper ist ein Alkohol, dessen Essigester bei 68,5 bis 69,5°schmelzende, hexagonale Tafeln bildet. Mit Phosphortrichloridentsteht ein Derivat C 15 ri, 3 OCl vom Smp. 119 bis 120,5°;Phosphorpentachlorid wirkt auf den Alkohol nicht ein. Der mitHilfe der FSatriumverbindung des Alkohols darstellbare Methyl-äther ist flüssig. Durch Kaliumpermanganat wird der Alkoholzu der ebenfalls flüssigen Säure C 7 H ]t O ä oxydiert.
224. Osyrisöl.
Aus einem sogenannten ostafrikanischen Sandelholz, das,wie durch die botanische Untersuchung festgestellt wurde, voneiner Osyris-Art, wahrscheinlich tenuifolia Engl. 3 ) abstammte,erhielten Schimmel %, Co. 1 ) bei der Destillation mit Wasserdampf4,86% eines hellbraunen Öls, dessen Geruch etwas an Vetiverölund gleichzeitig auch an Gurjunbalsam erinnerte, der von dem desostindischen Sandelöls aber jedenfalls ganz verschieden war.
d,„ 0,9477;
42°50'; n D20 „ 1,52191. Die Esterzahl war 11,1,
und nach der Actig. 72,8, woraus sich ein Gehalt an Sesquiterpen-alkohol von 30,5% ergeben würde, berechnet auf C 15 ti 2( ,0. DasOl ist relativ schwer löslich, denn zur Lösung von 1 Vol. sind 7 bis8 Vol. 90%igen Alkohols erforderlich.
x ) Bericht von Schimmel gj Co. April 1891, 49 und Oktober 1891, 34.
2 ) Journ. russ. phys. ehem. Ges. 24 (1892), 688; Chem. Zentralbl. 1893,1. 986.
3 ) Vgl. hierzu A. Engler u. G. Volkens, Über das wohlriechende ost-afrikanische Sandelholz (Osyris tenuifolia Engl). Notizblatt des Königl. botan.Gartens und Museums zu Berlin. Nr. 9. Ausgegeben am 7. VIII. 1897.
4 ) Bericht von Schimmel $ Co. Oktober 1908, 111.