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2 (1913)
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Familie: Santalaceae.

fernungen von den Bahnen gelegen, durch gute Straßen auchmit der Küste verbunden.

Die Holzvorräte werden im November und Dezember, ab-wechselnd nach den verschiedenen Kotis, in die öffentlichenAuktionen gebracht. Unverkauftes Holz kann durch private Ab-kommen nach der Auktion gekauft werden, aber meist nur zuhöheren Preisen. Fast alles verkaufte Holz nimmt seinen Wegmit der Bahn nach Bombay oder nach den Häfen der indischenWestküste: Goa, Hanovar, ryjndapur, Mangalore usw. Von dawandert es nach Europa, China und andern Teilen von Indien.

Auch im östlichen Java sowie auf den Sandelholzinseln Sumba(Soemba oder Tjendana) und Timor wird Sandelholz gewonnen.Diese Sorte gelangt über Macassar (auf Celebes) als Macassar-Sandelholz in den Handel. Es ist zwar im allgemeinen etwasärmer an Öl, doch steht die Qualität des Öls kaum hinter der desostindischen zurück. Neuerdings wird auch von NeukaledonienSandelholz exportiert, es stammt jedoch nicht von Santa/umalbum L., sondern von 5. austro-caledonicum Vieillard ab (s. S. 363).

Das beste Sandelholz wird in Indien, besonders in Kanarazu künstlerischen Schnitzereien verwendet, und zur Anfertigungvon Götterbildern, Schränken, Arbeitstischen, Spazierstöcken,Truhen und anderen Gegenständen benutzt. Auch im religiösenKultus spielt das Holz, besonders als Räucherungsmittel, einegroße Rolle. Das meiste Holz aber dient zu Destillationszwecken.

Gewinnung. Die Destillation von Sandelholzöl hat in Indienfrüher eine größere Rolle gespielt als gegenwärtig. Bis 1860wurde sie in Maisur ausgeübt, jetzt wird sie noch an der West-küste Indiens betrieben, in Süd-Kanara, besonders im Udipi-Distrikt, wo sich die alte Industrie in stetem Rückgange befindet.

Die Öl-Industrie des südlichen Indiens hat nach einem Be-richt des Herrn Werner Reinhart von der Firma Gebr. Volkart,der die Destillationsanlagen durch persönliche Anschauung kennt 1 ),ihren Sitz hauptsächlich in der Gegend nordöstlich von Karkul bisan den Fuß der Ghats hin. Der Destillier-Apparat besteht auseinem kugelförmigen, mit kreisrunder Öffnung versehenen Ton-gefäß von ungefähr 2' » Fuß Höhe und etwa 6 1 /-' Fuß Umfang. EinHelmaufsatz existiert nicht, die Blase wird, wenn gefüllt, einfach

') Bericht von Schimmel gj Co. Oktober 1910, 94.