Birkenblätteröl.
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des Öls scheiden sich zunächst Kristalle von Paraffin ab, schließ-lich erstarrt das Ganze zu einer festen Masse. dj.„ 0,962 bis 0,979;a D — 2 bis — 14"; S.Z. 1 bis 4; E. Z. 35 bis 75; E.Z. nach Actig.140 bis 180. Löslich in 1 bis 2 Vol. 80%igen und 0,25 Vol. 90° eigenAlkohols, manchmal klar, oft aber unter Paraffinabscheidung, diebei iMehrzusatz des Lösungsmittels immer eintritt.
Zusammensetzung. Nach H. von Soden und F.Elze 1 ) ent-hält das Öl einen Sesquiterpenalkohol, den sie Betulol genannthaben. Zur Isolierung des Betulols diente der saure Phthalsäure-ester, der sich leicht beim Erwärmen des Öls in Benzollösungmit Phthalsäureanhydrid bildet. Das aus der Phthalsäurever-bindung durch Verseifen mit alkoholischem Kali gewonnene reineBetulol zeigte folgende Konstanten:
Sdp. 138 bis 140" bei 4 mm, 284 bis 288 bei 743 mm unterteilweiser Zersetzung; d ir> „0,975; a B — 35°; in 3 Teilen 70°/oigenAlkohols ist es löslich; seine Zusammensetzung ist wahrschein-lich Cj,H,,0.
Beim Kochen mit Essigsäureanhydrid wird das Betulolquantitativ acetyliert. Das Acetat siedet bei 142 bis 144° (4 mm)und hat d,.„ 0,986. Der Gehalt des untersuchten Öls an freiemBetulol betrug etwa 47%.
Ein andres Öl enthielt 73,2" o Gesamtbetulol, davon waren29,6% verestert und 47,1% frei. Das veresterte Betulol ist zumTeil an Essigsäure gebunden, zum Teil vielleicht an Ameisen-säure-).
212. Birkenblätteröl.
H. Haensel 3 ) erhielt bei der Destillation der Birkenblätter vonBetula alba L. 0,04 bis 0,049 °/o Öl, das bei höherer Temperaturflüssig, bei niederer fest ist. d 3lV 0,9074 und d s0 „ 0,8683; S. Z. 99und 30; V. Z. 146,7 und 111; optisch inaktiv. Es enthält ein inBlättchen (aus heißem Alkohol) kristallisierendes, bei 49,5 bis 50°schmelzendes Paraffin.
') Berl. Berichte 88 (1905), 1636.
-) H. Haensel, Chem. Zentralbl. 190!), II. 1556.
') Apotheker Ztg. 19 (1904), 854. — Chem. Zentralbl. KtOS,
Gildemeister, Die ätherischen Öie. li.
1837.