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Familie: Piperaceae.
sich aus dem Rückstande in bis 2 cm langen, und 5 mm dickenhexagonalen Säulen ausschied. Häufig kristallisierte er auchfreiwillig in der Kälte aus dem Öle aus.
Der im reinen Zustande geruch- und geschmacklose Matico-campher ist in Alkohol, Äther, Chloroform, Benzol und Petrol-äther leicht löslich. Der Schmelzpunkt der der trapezoedrisch-tetartoedrischen Abteilung des hexagonalen Systems angehörigenKristalle 1 ) liegt bei 94°. Optisch aktiv"), besitzt der in Chloro-form gelöste Maticocampher das spezifische Drehungsvermögen[«] D — 28,73° bei 15°, im geschmolzenen Zustand auf 15° be-rechnet [ß] D — 29,17°. Das spezifische Drehungsvermögen derKristalle ist ungefähr acht mal so stark und beträgt auf 100 mmPlattendicke bezogen —240°.
Auf Grund einer Elementaranalyse hielt K. Kügler 1 ) dieIdentität des Maticocamphers mit Äthylcampher C 10 H U) (C 2 H 5 )Ofür möglich. Dies ist aber nicht der Fall, denn wie H. Thoms 4 )nachgewiesen hat, ist der Maticocampher ein SesquiterpenalkoholC 15 H 20 O, der beim Kochen mit 25 °/oiger Schwefelsäure ein blauesSesquiterpen C lri H 24 abspaltet.
Das neue Maticoöl enthält keinen Maticocampher. Aus einemvon Schimmel 8j Co."') destillierten Öle (d 16 „l,077; « D — 0 C 25')schied sich ein, nach mehrmaligem Umkristallisieren aus Petrol-äther, bei 62° schmelzender Körper ab, der sich als Asaronerwies. (Dibromid, Smp. 85 bis 86°; Asarylsäure, Smp. 144°).Bei der Oxydation des Öls mit Permanganat wurde eine bei174° schmelzende Säure (Veratrumsäure?) erhalten, was aufMethyleugenol hinzudeuten schien. Wahrscheinlicher aber ist es,daß hier ein Gemisch der weiter unten erwähnten isomerenApiolsäuren vorlag.
Bei der Untersuchung der „schweren Anteile" des Maticoölsglaubten E. Fromm und K. van Ernster") als Hauptbestandteileinen ungesättigten Phenoläther, „Maticoäther", isoliert zu haben,dem die Formel eines Methylbutenyl-dimethoxy-methylendioxy-
*) Hintze, Tschermaks Mineralogische Mitteilungen 1.874, 227.-) H.Traube, Zeitschrift f. Krystallographie 22 (1893), 47.3 ) Berl. Berichte 16 (1883), 2841.
') Arbeiten aus dem pharmazeutischen Institut der Universität Berlin2 (1905), 125.
5 ) Bericht von Schimmel 8( Co. Oktober 1898, 37.
6 ) Berl. Berichte 35 (1902), 4347.