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2 (1913)
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312
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Familie: Piperaceae.

f,

Das eine, vom Sdp. 262 bis 263°, hat das geringere Rotations-vermögen, verbindet sich nicht mit Salzsäure und ist noch nichtnäher untersucht worden.

Das zweite gibt mit Salzsäure ein kristallisierendes, bei 118°schmelzendes Dichlorhydrat 1 ) und ist identisch mit Cadinen.

Cubebencampher' 2 ) ist ein Sesquiterpenhydrat, wahrschein-lich ein Alkohol von der Zusammensetzung") C 15 H 2l H0. Erist optisch linksdrehend, kristallisiert rhombisch, schmilzt nachden verschiedenen Autoren bei 65 4 ), 67 5 ) oder 70°"), und istziemlich unbeständig, indem er schon beim Aufbewahren überSchwefelsäure in seine Komponenten Sesquiterpen und Wasserzerfällt 4 ). Er siedet unter teilweiser Wasserabspaltung bei 148° 7 ).Vollständig tritt diese Spaltung beim längeren Erhitzen auf200 bis 250° ein. Das sich hierbei bildende Sesquiterpen istnoch nicht näher untersucht worden.

Der Umstand, daß Cubebencampher nur in alten Cubebenangetroffen wird, läßt vermuten, daß er sich in ihnen beim Liegenan feuchter Luft durch Wasseraufnahme aus dem ätherischenÖle bildet.

190. Öl von falschen Cubeben.

Aus falschen Cubeben 8 ), die sich durch einen auffallendenMacisgeruch auszeichneten und aus den Früchten einer un-bekannten Varietät von Piper bestanden, erhielten J. C. Umney

') Zuerst von Soubeiran u. Capitaine (Liebigs Annalen 34 [1840], 323)erhalten und als Sesquiterpendichlorhydrat erkannt, später von Schmidt,Schaer u. Wyss, sowie von Wallach (Ioc. cit.) untersucht und beschrieben.

2 ) Der Cubebencampher wurde wohl zuerst von Teschemacher zuAnfang dieses Jahrhunderts beobachtet. Später beschäftigten sich mit ihm,C.Müller, Liebigs Annalen 2 (1832), 90, Blanchet u. Seil, Ibidem 6 (1833),294, Winckler, Ibidem 8 (1833), 203, E. A. Schmidt, Aren, der Pharm. 191(1870), 23; Berl. Berichte 10 (1877), 188 sowie E. Schaer u. G. Wyss, Arch.der Pharm. 206 (1875), 316.

3 ) Schmidt, Schaer u. Wyss, ioc. cit.') Schmidt, Ioc. cit.

") Schaer u. Wyss, Ioc. cit.

''') Winckler, Ioc. cit.

') Auffallend ist dieser für ein Sesquiterpen außerordentlich niedrigeSiedepunkt, der vielleicht durch die beim Sieden stattfindende Zersetzung zuerklären ist.

s ) Siehe Anm. 4 auf S. 309.