Irisöl.
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Eigenschaften. Irisöl bildet eine bei gewöhnlicher Temperaturgelblich weiße oder gelbe Masse von ziemlich harter Beschaffen-heit und starkem, an die trockne Veilchenwurzel erinnerndemGeruch; es schmilzt bei ungefähr 40 bis 50° zu einer gelben bisgelbbraunen Flüssigkeit.*)
Irisöl ist schwach rechtsdrehend. Die Säurezahl, ungefähr204 bis 236, entspricht einem Gehalt von 83 bis 96% Myristin-säure, die Esterzahl beträgt 2 bis 10.
Das von Schimmel 8( Co. hergestellte flüssige Irisöl 2 ),das nur die wohlriechenden Bestandteile des Öls enthält, hatfolgende Konstanten: d 15 „0,93 bis 0,94, a D + 14 bis +30°, n 1)S0 „um 1,495, S.Z. 1 bis 8,'e.Z. 20 bis 40; löslich in 1 bis 1,5 Vol.80°/oigem Alkohol und mehr.
Verfälschungen. Als Irisöl wird im Handel zuweilen ein flüssigesoder halbflüssiges Öl angetroffen, welches durch Destillation vonIriswurzeln mit Cedern- oder anderen Ölen, gewonnen wird, oderdas lediglich ein Gemenge von derartigen Ölen mit etwas Irisöl ist.
Ein solches Öl hatte folgende Eigenschaften 3 ): d 18 , B „ 0,9489,«,. — 28,25°, Erstp. —5°. Bei einem anderen 4 ) wurde gefunden:
d«. 0,9452,
21° 14', nicht löslich in 80°/oigem Alkohol. Bei
beiden spielt, wie man aus der Linksdrehung ersieht, ein anderes,stark linksdrehendes Öl, wie Cedernöl oder Gurjunbalsamöl, einegewisse Rolle.
Ein Gemenge von 97,5 T. Acetanilid mit 2,5 T. Irisöl wurde vorJahren als „Irisöl" zu enormem Preise in den Handel gebracht.
Statistisches. Der Export B ) von Iriswurzeln aus Livornobetrug in den letzten 10 Jahren:
Von September 1902 bis August 1903 840 Tons,
1903 „
, 1904
820 ,
1904 „
, 1905
500 ,
1905 „
, 1906
920 ,
1906 „
, 1907
550 ,
1907 „
, 1908
525 ,
1908 „
, 1909
755 ,
1909 „
, 1910
760 ,
1910 „
, 1911
560 ,
1911 „
, 1912.
690'
') Um jede nachteilige Überhitzung zu vermeiden, schmilzt man das Ölau rch Einstellen der Flasche in warmes Wasser von etwa 60°.
2 ) Bericht von Schimmel % Co. April 1901, 36.
3 ) Ibidem April 1900, 30.
4 ) Ibidem April 1908, 56.
6 ) Ibidem Oktober 1912, 68.