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2 (1913)
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278
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Familie: Iridaceae.

Man hat zur Erleichterung der Destillation einen Zusatz vonSchwefelsäure empfohlen, wodurch die Irisstärke teilweise inZucker umgewandelt wird. Dies Verfahren hat sich aber, weiles den Geruch des Öles beeinträchtigt, nicht bewährt.

Zusammensetzung. Die Hauptmasse des Irisöles, etwa 85°/»,bildet die völlig geruchlose Myristinsäure 1 ). Der den veilchen-artigen Geruch bedingende Körper ist das Iron, ein Ketonder Formel C 13 H 20 O 3 ). Außer diesen beiden Bestandteilen sindin dem Öle noch geringe Mengen von Myristinsäuremethyl-ester, von Ölsäure und deren Estern anwesend.

Zur Gewinnung des Irons aus dem Irisöl entfernt man nachTiemann und Krüger' 2 ) zunächst die Myristinsäure durch ver-dünnte Kalilauge, schüttelt diese mit Äther aus und destilliertdas Ätherextrakt mit Wasserdampf.

Im Rückstande verbleiben Iregenin, Iridinsäure und Ester derMyristin- und Ölsäure, während Myristinsäuremethylester, Ölsäureund einer ihrer Ester mit dem Iron überdestillieren. Bei derwiederholten Dampfdestillation des ersten Destillats geht das Ironzuerst über, wodurch es von den genannten anderen Bestand-teilen einigermaßen getrennt werden kann.

Zur Reinigung wird das Iron alsdann mit Phenylhydrazinin sein Phenylhydrazon übergeführt und aus diesem mit Schwefel-säure abgeschieden. Um ganz reines Iron zu erhalten, wird daskristallisierende Ironoxim dargestellt und dieses durch verdünnteSäure zerlegt.

Iron hat nach Tiemann und Krüger das spez. Gewicht0,939 bei 20°, siedet im Vakuum bei 144° (16 mm) und drehtdas polarisierte Licht in 100 mm langer Schicht ungefähr 40°nach rechts. In Wasser ist es fast unlöslich, aber leicht löslichin Alkohol, Äther, Chloroform, Benzol und Ligroin. Näheresüber die Konstitution siehe Bd. I, S. 487, wo auch Konstantenund Derivate angegeben sind.

Der Geruch des reinen Irons ist scharf und im konzentriertenZustande anscheinend völlig verschieden von dem der Veilchen.

l ) F.A.Flückiger,Arch.derPharm.208(1876), 481. Von älteren Angabenvgl. Vogel, Journ. de Pharm. III. 1 (1815), 483, Trommsdorffs Journ. derPharm. 24 II. (1815), 64, Dumas, Journ. de Pharm. II. 21 (1835), 191 undLiebigs Annalen 15 (1835), 158.

ä ) Berl. Berichte 26 (1893), 2675.