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2 (1913)
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263
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Calmusöl.

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Bei der Dampfdestillation gibt die 70 bis 75°/o Wasser ent-haltende frische Wurzel ungefähr 0,8 °/o, die ungeschält getrockneteetwa 1,5 bis3,5°/o ätherisches Öl. Calmusschalen (Wurzelrinde)sowohl wie die geschälten Wurzeln geben, wenn sie getrocknetund für sich destilliert werden, geringere Ausbeuten als die ge-trocknete ungeschälte Wurzel, was daran liegt, daß beim Schälendie Wurzeln in dünnere Streifen zerschnitten werden, die beimAustrocknen durch Verflüchtigung oder Verharzung mehr äthe-risches Öl verlieren, als wenn die Wurzel im ganzen Zustandegetrocknet wird. Ein Calmusöl von geringer Qualität und etwasabweichenden Eigenschaften wird in Galizien destilliert.

Zusammensetzung. Das Calmusöl ist in früherer Zeit ver-schiedentlich, jedoch ohne nennenswerten Erfolg, untersuchtworden 1 ). Von A. Kurbatow 2 ) wurde die Anwesenheit von 5%eines bei 158 bis 159° siedenden Terpens, das mit trockenemChlorwasserstoffgas eine bei 63° schmelzende Verbindung gab,festgestellt. Trotz des niedrigen Schmelzpunktes Pinenchlor-hydrat schmilzt in reinem Zustande bei 125° ist es wohl wahr-scheinlich, daß dies Terpen identisch mit Pinen ist.

Die höher siedenden Anteile des Öls sind von H. Thomsund R. Beckstroem 3 ) untersucht worden. Als Material dienteihnen dazu eine in der Hauptmenge zwischen 272 und 340°siedende Fraktion von d 20 o 1,0254 und a D 0,34°. Durch Behandelnmit 2°/oiger Sodalösung wurden daraus n-Heptylsäure (Amid,Smp. 96°), Palmitinsäure (Smp. 32°) und eine ungesättigteSäure, durch Ausschütteln mit 2°/oiger Kalilauge Eugenol(Benzoyleugenol, Smp. 70,5 bis 71°) isoliert.

Darauf wurde das Öl mit Bisulfitlösung ausgeschüttelt, ausder dann eine charakteristisch nach Calmus riechende Flüssig-keit abgeschieden wurde; aus ihr kristallisierten beim Stehen

*) T. Martius, Liebigs Annalen 4 (1832), 264 u. 266. Schnedermann,ibidem 41 (1842), 374. I. H. Gladstone, )ourn. ehem. Soc. 17 (1864), 1 ff.;Jahrb. f. Chem. 1863, 546, 547.

') Berl. Berichte 6 (1873), 1210. Liebigs Annalen 173 (1874), 4. Diealteren Angaben sind mit Vorsicht aufzunehmen; sie beziehen sich teilweise,w 'e z. B. bei der Gladstoneschen (loc. cit.) Untersuchung, auf offenbar ver-fälschte Öle.

:J ) Berl. Berichte 34 (1901), 1021. - 35 (1902), 3187. Berichte d. deutsch.Pharm. Ges. 12 (1902), 257.