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2 (1913)
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Familie: Gramineae.

anderseits gefundenen Werte erheblich voneinander abweichen.Ob das an den Bestimmungen liegt oder ob bei Ceylon-Citronellölderartige Unterschiede im Citronellalgehalt wirklich vorkommen,muß vorläufig unentschieden bleiben, da nach den Methodennoch zu wenig gearbeitet worden ist.

Die Ermittlung des Citronellals durch Formylierung (Bd. I,S. 599) gibt keine befriedigenden Resultate 1 ), weshalb ich dieseBestimmungsart nicht weiter empfehlen möchte.

Obgleich die Feststellung des Gesamtgeraniols der beste Wert-messer für Citronellöl ist, so bietet die Ausführung für den Laiendoch Schwierigkeiten, die ihrer allgemeinen Anwendbarkeit imHandelsverkehr hinderlich sind. Hier hat sich daher eine unterdem NamenSchimmels Test" 2 ) bekannte Löslichkeitsprobe ein-gebürgert, die ohne besondere Vorkenntnisse mühelos ausgeführtwerden kann und zur schnellen Orientierung über die ungefähreBeschaffenheit eines Citronellöles recht brauchbar ist. Nachdiesem Test soll sich das Öl bei 20° in 1 bis 2 Vol. 80°/oigenAlkohols klar lösen und auch bei Zusatz bis zu 10 Vol. Lösungs-mittel eine klare oder höchstens schwach opalisierende Lösunggeben, aus der sich selbst nach mehrstündigem Stehen kein Ölabscheiden darf. Bei dem Alkoholzusatz vermeidet man zweck-mäßig ein stärkeres Schütteln, da nicht in Lösung gegangenesÖl sonst so fein suspendiert wird, daß seine Abscheidung erstnach sehr langer Zeit stattfindet, was die Beobachtung erschwert.

Diese Prüfung richtet sich in der Hauptsache gegen eineVerfälschung des Citronellöls mit fettem Öl oder Petroleum, diebeide in 80°/oigem Alkohol unlöslich sind und von denen be-sonders das letztere ein bei Citronellöl sehr beliebter Zusatz ist.

Mit fettem Öl verfälschtes Citronellöl ist in 80%igem Alkoholüberhaupt nicht klar löslich, während ein mit Petroleum versetztesÖl mit 1 bis 2 Teilen 80% igen Alkohols meist eine klare Lösunggibt, die sich bei weiterem Zusatz des Lösungsmittels trübt.Außerdem setzt sich fettes Öl nach längerem Stehen am Boden,Petroleum aber an der Oberfläche der Flüssigkeit ab. Der strikteNachweis einer derartigen Verfälschung ist im ersten Bande S. 634und 635 beschrieben.

*) Bericht von Schimmel § Co. Oktober 1912, 39.2 ) Ibidem Oktober 1881), 22; April 1896, 16.