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Radioaktive Substanzen.
Radioaktive Zwischenstufen bei der Uran Zersetzung.
Uran................ a-Strahlen
Uran-X............... ß- und y-Strahlen
Jonium............... a-Strahlen
Radium............... a-, ß- und y-Strahlen
Emanation.............. «-Strahlen
Radium-A.............. «-Strahlen
Radium-B.............. ß- und y-Strahlen
Radium-C.......... ■ . . . a-, ß- und y-Strahlen
Radium-D.............. ?
Radium-Ei.............. ?
Radium-E 2 ............. . ß- und y-Strahlen
Radium-F.............. «-Strahlen
Bei jeder Stufe ist die Art der Strahlung angegeben, die ihren Übergangin die nächste Stufe begleitet; ein Fragezeichen deutet an, dass ein Produktkeine nachweisbaren Strahlen aussendet. Die letzte aktive Stufe, dasRadium-F, ist wahrscheinlich nichts anderes, als das von Frau Curie nunmehrin reinem Zustand isolierte Polonium. Die inaktive Endsubstanz, die vondiesem nach Abgabe der «-Strahlung übrigbleibt, ist vermutlich das Blei.
Die Emanation (Nito n), das unmittelbare Umwandlungsprodukt desRadiums, ist bei gewöhnlicher Temperatur ein Gas und kann durch Kälte inden flüssigen und den festen Zustand übergeführt werden. Die Emanationist ein zu den Edelgasen gehöriges chemisches Element.
Radioaktive Zwischenstufen bei der Zersetzung des
Thoriums.
Thorium.............. a-Strahlen
Mesothorium I ............ ?
Mesothorium II ............ ß- und y-Strahleu
Radiothorium ............ «-Strahlen
Thorium-X............. «-, ß- und y-Strahlen
Emanation ............. a-Strahlen
Thorium-A ............. ß- und y-Strahlen
Thorium-B ............. «-Strahlen
Thorium-C............. «-Strahlen
Thorium-D........... . . ß- und y-Strahlen
Für das Aktinium sind die entsprechenden Beziehungen noch nicht sicherermittelt.
Da der Bedarf an stark radioaktiven Substanzen beständig zunimmt, soist die Frage eines etwaigen Ersatzes für das immer kostspieliger werdendeRadium von grossem Interesse. Ein solcher Ersatz bietet sich nach O. Hahnin dem von ihm entdeckten Mesothoriu m. Es besteht aus zwei Stoffen,von denen Mesothorium I in 5% Jahren zur Hälfte zerfällt, ohne nachweisbareStrahlen auszusenden. Mesothorium II, das hierbei entsteht, hat eine Halbie-rungsperiode von 6,2 Stunden und verwandelt sich unter Aussendung vonß- und y-Strahlen in das a-strahlende Radiothorium, dessen Periodeetwa 2 Jahre beträgt. Mesothorium II besitzt nun starke Aktivität, die, an derIntensität der ^-Strahlung gemessen, bei einem Präparat von 21 mg Gewichtderjenigen von 35 mg reinem Radiumbromid entsprach. Mesothoriumund Radiothorium lassen sich aus den Rückständen der Thorianit-verarbeitung gewinnen, und zwar viel billiger als reines Radium. Die Aktivitätfrisch hergestellter Mesothoriumpräparate nimmt anfänglich zu und nach3 Jahren allmählich wieder ab, so dass sie nach 10 Jahren wieder so gross wiezur Zeit der Herstellung ist. Das Mesothorium wird wie das Radium zur Be-strahlung bei bösartigen Geschwülsten u. s. w. benutzt.