Quecksilberatoxyl — Quecksilberdampflampe. 1017
Silberweisses, glänzendes, an der Luft unveränderliches, schon bei Zim-mertemperatur, noch mehr bei massiger Erwärmung verdunstendes Metall vomsp. G. 13,59; Erst. P. —39,4°; S. P. 357,3°. Nahe dem S. P. geht es in einrotes HgO über, das aber bei weiterer Temperatursteigerung (er. 500°) wiederin Hg und O zerfällt. Die grössten Mengen Hg werden bei der Gewinnung vonGold und Silber zur Amalgamation verwendet. Weiter dient es zur Füllungvon Barometern, Thermometern, Manometern, Quecksilberluftpumpen u. s. w.,zur Darstellung von Knallquecksilber (siehe ,,F u 1 m i n a t e") und künstlichemZinnober, zum Belegen von Spiegeln u. s. w.
Quecksilber.......................1 kg Mk. 5,00
„ die Flasche zu ca. 35 kg z. Z..............„ 140,00
„ ehem. rein, D. A. V ..................„ 6,50
Quecksilberbüchsen von Porzellan, Inhalt 270 cem.....Stück „ 1,80
mit Schrift....... „ „ 2,70
„ „ Glas, mit Deckel und Hahn .... „ 7,50
Quecksilbergefässe aus Eisen, mit verschraubbarem Deckel und einemStellhahn mit federndem Selbstverschluss; durch letzteren wird das Ein-fliessen der kleinsten Quantitäten Quecksilber in Röhren u.s.w. ermöglicht „ 10,00'Vollständiger Quecksilber - Destillations- und Reinigungs-apparat; bei einem Gasverbrauch von ca. 40 1 werden in der Stunde250 g vollkommen reines Hg erzielt. Beide Apparate zusammen auf
Brett montiert, kompl......................„ 90,00
Quecksilber-Reinigungsflaschen, bestehend aus tubulierter Flaschevon l J /2 1 Inhalt, mit Tubus am Boden und eingeschliffenem Scheide-trichter ...........................„ 10,50
Quecksilber -Reinigungsapparat nach Palmaer, vollständig aus
Glas, sehr praktisch...................Stück „ 6,00
Quecksilber:
Saccharinfabrik A.-G. vorm. Fahlberg, List & Co., , H. Sehoyer, Berlin N. 4, Chausseestr. 120.Magdeburg-Südost.
Quecksilberatoxyl, mit dem A s i p h y 1 (s. d.) identisches Arznei-mittel, das gegen Syphilis injiziert wird.
Quecksilberdampflampe. Sie besteht aus einem langen, sehr hochevakuierten Glasrohr mit zwei eingeschmolzenen Elektroden; in der Röhre be-endet sich etwas Quecksilber. Zum Zwecke des Anzündens überwindet man^as Vakuum zunächst dadurch, dass man vorübergehend einen sehr hoch-gespannten Strom hindurchschickt, oder —< was bequemer und gebräuchlicherist — man neigt das Rohr, so dass das Quecksilber sich ausbreitet und einefadenförmige Leitung zwischen den beiden Elektroden darstellt. Geht derStrom einmal durch die Röhre, so kann man bei der ersteren Anordnung diehohe Spannung wieder bis auf das übliche Mass erniedrigen bzw. bei derzweiten Anordnung das Rohr wieder aufrecht stellen. Die Elektrizität durch-strömt die Röhre dann dauernd, und der darin enthaltene Quecksilberdampfkommt in lebhaftes Glühen, wobei er ein intensiv blauweisses Licht ausstrahlt.Am zweckmässigsten erscheint die verbesserte Quecksilberdampflampe derpooper-Hewitt Electric Company; die Röhre hängt schief und•st um eine horizontale Achse drehbar, aber so ausbalanziert, dass sie immerwieder in die normale Schräglage zurückkehrt. Um die Lampe zu entzünden,z 'eht man (nachdem der Strom eingeschaltet ist) an einer entsprechend an-gebrachten Kette, bis das Rohr wagerecht liegt, wobei das Quecksilber dieVerbindung von Elektrode zu Elektrode herstellt. Dann lässt man die KetteWieder los — die Lampe kehrt in die normale Schräglage zurück, der Queck-si 'berfaden reisst ab, und die Lampe entzündet sich.
Die Quecksilberdampflampen können für verschiedene Spannungen von40—50 V. gebaut werden, die zu zweien in einen Stromkreis von 100—125 V.geschaltet werden, ebenso wie gewöhnliche Bogenlampen, die ja meist auch zuzweien hintereinander geschaltet sind. Solche Lampen sind etwa 50—60 cmlan g, also immerhin noch ziemlich handlich; Lampen für 100—110 V. dagegen