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Auskunftsbuch für die chemische Industrie
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Quebracho — Q

recksilber.

Preis des Deckels

. 50

2,15

. 1,45

552,251,45

60 652,35 2,701,65 1,90

703,002,20

75 mm,3,35 Mk.2,30 „

Preis des Deckels

80. 2,50

854,202,75

904,453,00

954,803,20

100 mm.5,30 Mk.3,40 „

Auch grössere Tiegel, flache Schalen, Einäscherungsschiffchen, Drei-ecke, Muffeln, Heber, Röhren, Trockenschränke, Wasserbäder u. s. w. werdenaus derartigem Quarzgut geliefert.

Quarzglas:

Cölner Fabrik für feuer- und säurefestes Glas, G. in. b. H., Cöln, Moltkestr. 129.

Quarzglasquecksilberthermometer:

Dr. Siebert & Kühn, Kassel.

Geräte aus Zirkonglas:

Deutsche Steinzeugwaarenfabrik für Kanalisation und ehem. Industrie, Friedrichsfeld (Baden).

Quebracho (Quebrachoholz) siehe ,,G e r b m a t er i a 1 i e n".Apparate zur Aufbereitung von Quebracho:

Volkmar Hänig & Comp., Heidenau, Bez. Dresden. I F. H. Meyer, Hannover-Hainholz (s. Anzeige im

Anzeigenanhang).

Quecksilber. Hg (Eydrargyrum). A. G. = 200,3. Das einzige bei ge-wöhnlicher Temperatur flüssige Metall; es findet sich hier und da gediegen,auch als Silberamalgam, hauptsächlich aber als Zinnober (Merkurblende)HgS. Aus letzterem Erz geschieht die Gewinnung des Hg entweder durch ein-faches Rösten an der Luft in Gefäss-, Schacht- oder Flammöfen, wobei derSchwefel bei Rotglut oxydiert und beide Bestandteile des Erzes sich verflüchtigen(HgS + 02 = Hg+S02), oder durch Zerlegung des Erzes mittels Eisen oder Kalk,an welche Materialien der S gebunden wird, während sich das Quecksilberverflüchtigt. Letzterer Prozess, der in Gefässöfen vorgenommen wird, ent-spricht, je nachdem die Zerlegung durch Fe oder CaO geschieht, den Glei-chungen HgS + Fe = Hg + FeS oder 4 HgS+ 4 CaO = 4 Hg+ 3 CaS + CaSO,.Das verflüchtigte Hg wird entweder in gemauerten Kammern oder besser inKondensationsvorrichtungen (in Wasser eintauchende Ton- oder Eisenröhren)verdichtet; auch Kondensatoren aus Glas haben Verwendung gefunden.

H. Becker macht den Vorschlag, die Hg-Gewinnung im elektri-schen Ofen vorzunehmen, indem man diesen beständig mit einer Kalk-Zinnobermischung beschickt und das verdampfende Hg in gekühlten Ge-fässen auffängt.

Die verschiedenen vorgeschlagenen nassen Verfahren zur Hg-Ge-winnung haben sich nicht eingeführt. Dagegen scheint die el'ektrolytischeDarstellung, wobei der Zinnober unter Anwendung von NaCl-Lösung oder HClan der Anode leicht zersetzt und Hg an der Kathode abgeschieden wird, Aus-sicht auf Einführung in die Technik zu haben; denn bei der etwa 1 Volt be-tragenden Spannung am Bade lässt sich der Kohlenverbrauch für 1 kg Hg inder Stunde auf 1,08 kg berechnen, und ausserdem wäre hier die gesundheits-schädigende Wirkung der trocknen Prozesse gänzlich vermieden.

Das gewonnene Quecksilber befreit man von mechanischen Verunreini-gungen, indem man es durch Beutel aus Leder oder Leinwand durchpresst.Häufig wird es auch nochmals destilliert, doch gehen hierbei geringe Mengenverunreinigender Metalle mit über. Um diese zu entfernen, lässt man das Hgin feinem Strahl durch eine hohe Schicht von verd. HN0 3 rieseln, welche dieandern Metalle leichter löst als Hg; danach wird mit H 2 0 gewaschen und ge-trocknet. In den Handel kommt das Quecksilber in schmiedeeisernen Flaschen,welche in Amalden (Spanien) und in Mexiko 34,5 kg, in Kalifor-nien 34,7 kg fassen.