Pegamoid — Pentachloräthan.
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Das zum Auspichen von Bierfässern dienende Brauerpech wird ausFichtenharz oder Kolophonium durch Ausschmelzen hergestellt; zur Herab-setzung des Schmelzpunkts und zur Erhöhung der Elastizität setzt man ge-eignete Stoffe, wie Harzöl, Leinöl, Paraffin, Ceresin u. s. w., zu. Früher bevor-zugte man aromatisches Fichtenharz; neuerdings verlangt man, dass die ver-wendeten Materialien von aromatischen, leicht löslichen und niedrig sieden-den Bestandteilen befreit sind.
Der bei der Destillation des Kolophoniums nach dem Übergehen der Harz-öle im Kessel verbleibende Rückstand kommt als S c h m i e d e p e c h in denHandel; auch dient er als Zusatz zum Schusterpech.
Nach den D. R. P. 134 109 und 137 001 erhält man ein Ersatzmittel fürPech, indem man Torf, Braunkohle, fette Steinkohle, Holz, organische Abfälle,Kohlehydrate, Leim, Eiweissstoffe sowie auch Fette und öle, einzeln oder mit-einander gemischt, mit Teer unter Erhitzung und Druck behandelt. Dabei wirddie Aufschiliessung der Materialien durch Zusatz von Alkalien befördert. Dieentstehenden flüchtigen Bestandteile werden nach der Reaktion abdestilliert,so dass nur ein in der Wärme noch zähflüssiger, in der Kälte aber harter undspröder Körper zurückbleibt.
Nach dem D. R. P. 158 731 stellt man Pech aus Teer und Teerölen dadurchher, dass man die Rohstoffe mit Schwefelsäure nach und nach bis auf 300"erhitzt; der Prozess dauert etwa 1%—2 Stdn. Auch das Engl. Pat. 23 680von 1904 bezweckt die Überführung von Teerölen in Pech; das Verfahrenbesteht darin, dass in die erhitzten üle Luft oder ein anderes sauerstoff-haltiges Gas eingeblasen wird, wobei zunächst Teer entsteht und schliesslichunter Erhalt leichterer Destillate Pech gebildet wird.
Nach dem D. R P. 161 236 verarbeitet man wasserhaltigen Wassergas-teer so, dass man ihn zunächst mit einem Wasser aufsaugenden Stoff, wieAtzkalk oder gebranntem Gips, verrührt, nach mehrstündigem Stehen denvöllig entwässerten Teer vom Bodensatz abzieht und nun erst destilliert; dasso als Destillationsrückstand erhaltene Pech soll vor dem gewöhnlichen ver-schiedene Vorzüge haben.
Mit der Gewinnung von Pech aus Teer und Teerölen beschäftigen sichferner noch das D. R. P. 163 446 mit den Zusatz-D. R. P. 171 379 und 171 380sowie das D. R. P. 170 932.
Pech:
Un mische Fabrik rorm. Gebrüder Dollfus, | L. Haurwitz & Co., G.m.b.H., Berlin NW. 52,FOrstenwaHe-Spree. | LUncburger Strasse 7.
Pegamoid siehe „Ledersurrogat e".
rpin.,, :Pe ? nin I ^u Milchzucker " Labferment - Es wird aus Milchzucker und<-inem, dem Kälbermagen entstammendem Labferment gewonnen
die Milch snfnr e / S , SeS r? ul - ver ' da u ? ich sehr ,eicht in H *° und Mi 'ch löst und71 lassen Ä, 0 « tanun 8>>™tgt Um 1 1 Milch in 2-3 Minuten gerinnen
^oTpe, 7 an N er . ^ Ch & em - Kochen auf 40 ° C " ^gekühlten Milch8—lU g Fegniii zu. Nach dem Gerinnen schüttelt man kräftig bis das Ge-rinnsel volstaiidig verschwunden ist. Das Pegnin ist ein ausgezeichnetesLabferment; es besitzt die Fähigkeit, die Kuhmilch für SäugHnge. g |uere k!u!der und Erwachsene leicht verdaulich zu machen.
Pegnin „Höchst", Originalnasche zu 100 g . . . .
Pegu siehe „K a t e c h u".
Pellidol. Es ist Diazetylamidoazotoluol, bildet ein blassrotgelbes Pul-ver, das leicht löslich in Fetten und Ölen, aber unlöslich in H 2 0 ist und inForm von Salben zur Wundbehandlung u. s. w. dient. Seine Anwendung decktsich ungefähr mit der des Scharlachrots (Amidoazotoluols), dessen Diazetyl-d.erivat das Pellidol ist.
Pellidol .................D Mk. 1,00; II Mk. 8,60
Pellidolsalbe (2°/oig) .................. „ . t 0,60
Pentachloräthan. Über Formel, Darstellung u.s.w. siehe „Tetra-'.c h 1 o r ä t h a n".
Säuglinge, ältere Kin-Mk. 1,25