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Auskunftsbuch für die chemische Industrie
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Palmwachs

in natura nach Europa exportiert; hier wird das Palmkern öl teils durchhydraulische Pressung, teils durch Extraktion mit den ätherischen Teilen desBenzins oder auch mit Schwefelkohlenstoff gewonnen. Frisch ist das Palmölfarblos, doch nimmt es schnell eine gelbe Farbe an; durch schnelles Erhitzenauf 240° wird es gebleicht (Pohl sches Verfahren).

Im frischen Zustande hat das Palmöl einen ausgesprochenen Veilchen-geruch; an der Luft verliert er sich, während das Öl weiss wird. Bei niedrigerTemperatur ist das Palmöl fest; der Seh. P. liegt bei den verschiedenen Sortenzwischen 27 und 42,5° C; sp. O. = 0,92—0,97 (bei 15,5°). Jodzahl 51,5; sp. G.der Fettsäuren bei 100° = 0,839.

Ist der am meisten bevorzugte Rohstoff für die Fabrikation von Stearin-kerzen; ausserdem benutzt man Palmöl und Palmkernöl zur Darstellung vonSeifen, zu Maschinenschmiere, zur Herrichtung von Weissbädern in der Tür-kischrotfärberei sowie bei der Weissblechfabrikation (Verzinnung).

Preise sind sehr schwankend.

Einrichtungen für Palmöl-Fabriken:

Heinrich Schirm, Maschinenfabr., Leipzig-Plagwitz, j Fried. Krupp Aktiengesellschaft Grnsomvei'k,

j Magdebirrg-Buekau.

Palinwachs siehe ,,W achs, vegetabilische s".

Pankreon. Gegen die Magenverdauung widerstandsfähiges Pankreas-präparat. Um das Pankreatin der Pepsinverdauung im Magen zu entziehen,wird es nach dem D. R. P. 128 419 durch eine Behandlung der Drüsenmassemit Gerbsäure in eine wasser- und säureunlösliche Form gebracht, ohne dassdadurch die pankreatische Wirkung beeinträchtigt wird; der Tanningehalt vonca. 10 % ist für die Anwendung des Präparats ohne Bedeutung.

Das Pankreon wird in Form von Tabletten zu je 0,25 g geliefert.

Pankreon, 25 Tabletten zu 0,25 g.............Mk. 1,00

50 „ „ 0,25 g.............„ 1,90

100 „ ., 0,25 g.............„ 3,50

200 „ „ 0,25 g.............., 6,75

Panpapier siehe „Photographische Papier e".

Pantopon, ein nach D. R. P. 229 905 dargestelltes Präparat, das sämt-liche Alkaloide des Opiums in Form ihrer Chloride enthält. Es ist ein vonHarzen und anderen Verunreinigungen befreites Opium, stellt ein braungelbes,wasserlösliches Pulver dar und ist dem Opium und Morphin durchaus gleich-wertig, ja es besitzt vor diesen Präparaten noch mancherlei Vorzüge.

Pantopon....................D Mk. 11,25

Papaverin siehe „Opium und O p i u m a 1 k a 1 o i d e".

Papier. Blätter, die durch Verfilzung feiner Fasern in nassem Zustandehergestellt werden. Die besten Papierfasern liefern die Hadern (Lumpen);minderwertigere Papiere erhält man durch Verwendung von Hadernsurrogaten,wie Holz, Stroh, Esparto u. s. w. Von den Hadern liefern diejenigenaus Flachs- und Hanfgwebe die haltbarsten Papiere; dann rangieren die Baum-wollhadern und zum Schlüsse diejenigen aus halbwollenen und halbleinenenGeweben. Die Holzsurrogate werden in der Form des Holzschliffs so-wie des Zellstoffs (Zellulose) verwendet.

Die Fabrikation des Papiers zerfällt in d r e i Abschnitte, deren erster dieGewinnung der Fasern, der zweite die Zubereitung des Pa-pierstoffs umfasst, während der dritte Abschnitt endlich der eigentlichenFertigstellung des Papiers gewidmet ist.

Die Gewinnung der Fasern macht verschiedene Einzeloperationen nötig,je nachdem ob als Rohstoff Hadern oder Surrogate dienen. Wird das Papier ausHadern bereitet, so unterscheidet man im ersten Abschnitt vier Phasen,nämlich:

1. Sortieren und Schneiden der Hadern.

2. Reinigen.

3. Zerkleinern.

4. Bleichen.