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Ölgrün — Olivenöl.
Kleine Ölgasanlagen für Laboratorien u. s.w., bestellend aus komplettem Gaserzeugungs-apparat mit einer Kugelretorte für 1 cbm stündliche Gasproduktionsfähigkeit, mitÖfenarmatur, Feuerungsbestandteilen, den nötigen Schamotte-Formsteinen, den Gas-Reinigungsapparaten und einem vollständigen Gasbehälter mit eisernem Bassin; dieAnlage genügt für 10—40 Flammen.
Preis des kompl. Apparates mit Gasbehälter von 3 cbm Inhalt Mk. 1045,00
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1265,00
Neuerdings wird Olgas auch in Generatoren erzeugt. Die Apparatearbeiten ganz ähnlich den Karburatoren der Wassergasanstalten, nur dassdas Heissblasen hier mit Hilfe des Olgasteeres selbst erfolgt. Hierher gehörtunter anderem das D. R. P. 210 431.
Wegen seines hohen Gehaltes an schweren Kohlenwasserstoffen hat dasOlgas eine Leuchtkraft, die die des Steinkohlengases 3—4 fach übertrifft. Eswird deshalb in Brennern mit sehr kleiner Gaszuführungsöffnung unter reich-lichem Luftzutritt verbrannt. Komprimiert dient es zur Erleuchtung von Eisen-bahnwagen; auch wird es zum Karburieren von Steinkohlengas und Wassergas,hier und da auch zum Betriebe von Gasmotoren verwendet.
Nach dem Engl. Pat. 10 527 von 1903 erhält man ein Olgas von hohemBrennwert, indem man den zu vergasenden öldampf mit Wasserstoff oder anWasserstoff reichen Verbindungen mischt; das Verdünnungsmittel wird vonden Kohlenwasserstoffen durch fraktionierte Destillation möglichst getrenntund kann von neuem zu den Retorten zurückgeführt werden. Durch diesesVerfahren soll die Bildung von Teer und Koks bei der Vergasung vermindertwerden.
Ein flüssiges Leuchtgas, das nach seinem Erfinder Blau alsBlau-gas bezeichnet wird, stellt man aus Olgas dadurch dar, dass man diesesbei hohem Druck mit geeigneten Absorptionsmitteln wäscht und so die kon-densierbaren von den sogenannten permanenten Gasen trennt. Das auf dieseWeise von den bei gewöhnlicher Temperatur nicht zu verflüssigenden Gasengetrennte Leuchtgas wird im komprimierten Zustande in Stahlzylindern auf-bewahrt (D. R. P. 158 198, 175 846, 217 842, 235 474, 244 688, 253 985 und258 610). Das Blaugas besitzt das sp. G. 0,51, soll weniger explosiv als Aze-tylen sein und beim Einatmen nicht so giftig wirken, wie Steinkohlengas. 1 kgBlaugas soll etwa 1,20 Mk. und eine Glühlichtflamme von 40—50 Normal-kerzen Leuchtkraft die Stunde rund 3 Pfg. kosten.
ölgasapparate;
Heinrich Hirzel, G. m. b. H., Leipzig-Plagwitz (s. Anzeige im Anzeigenanhang).
ölgrün siehe „Chromfarbe n".
Ölhäi'tung- (Fetthärtung) siehe ,,F e 11 e und Öl e".
Olintal, eine flüssige Myrrhenseife mit 2,8 % Myrrhe, 0,5 %\ Kampferund 0,5% Menthol, wird zum innerlichen und äusserlichen Gebrauch beiAngina, Diphtherie, Katarrhen der Nase, des Mundes, der Luftröhre u. s. w.empfohlen.
Olivenöl (Baumöl; Oleum Olivarum). Durch Pressen aus den Früchtendes Ölbaums (Olea europaea) gewonnen. Die besten Früchte geben nachEntfernung des Kerns durch schwache Pressung bei gewöhnlicher Temperaturdas feinste Speiseöl (Jungfernöl, Provenceröl). Dann presst manstärker (am vorteilhaftesten unter Verwendung hydraulischer Pres-sen), schliesslich unter Erwärmung, wobei man das Baumöl und dienoch geringwertigeren Brennöle, Nachmühlenöle und Höllen-ö 1 e gewinnt. Die Pressrückstände endlich werden zerkleinert und jetztmeistens mit Schwefelkohlenstoff extrahiert, während sie früher mit heissemH 2 0 digeriert und nach solcher Behandlung noch 2—3 mal ausgepresst wurden.Die Extraktion mit Schwefelkohlenstoff ergibt das sog. S u 1 f u r ö 1.
Auch die bei der ersten Pressung abfallenden Kerne werden nach der