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Ölblau — Öle, ätherische.
Verwertungs-Gesellschaft für Rohmaterialionb. H., Berlin ü. 17, Mühlenstr. 51/58.
ülbeizen:
Louis Blumer, Chemische Fabrik, Zwickau i. Sa. j Otto Starcke & Co., G.m.b.H., Leipzig-Lindenau.Chemische Fabrik Flörsheim Dr. H. Noerdlinger,
Flörsheim-Untermain.
ölblau siehe „Eisenfarben" und „Kupferfarbe n".
Öle. Im einzelnen siehe die Artikel „F e 11 e und ö 1 e", „Mineral-ö 1 e" und „Schmiermittel"; vgl. auch ,,ö 1 e , ätherische".
Zu erwähnen ist, dass neuerdings die sogenannten wasserlös-lichen öle mehr und mehr in Aufnahme kommen. Dieselben sind sämt-lich nur infolge ihres Gehaltes an Alkaliseife leicht mit Wasser emulgierbarund dienen in solchen Mischungen zur Schmierung von Werkzeugmaschinen,als Einfettungsstoffe beim Verspinnen von Wolle, als gut resorbierbare Ver-teilungsmittel für Medikamente u. s. w. Nach dem Verfahren von Boleg(D. R. P. 129 480) werden Mineralöle (schwere Teeröle) durch Zusätze un-raffinierter Harzöle und Verseifung der in diesen enthaltenen Harzsäurenmittels Lauge sowie durch spätere oxydierende Behandlung unter Druck„wasserlöslich" gemacht und erlangen hierbei gleichzeitig die Fähigkeit,Wasser in sehr erheblichen Mengen klar gelöst aufzunehmen. Auch dieD. R. P. 122 451 und 148 168 bezwecken die Herstellung wasserlöslicher öle.
Über die ausserordentlich wichtig gewordenen gehärteten Ölesiehe den Artikel „Fette und Öl e".
öle:
L. Haurwitz & Co., G. m. b. H., Berlin NW. 52,
Lüneburger Strasse 7.
Wasserlösliche Öle:
Neusser Öl-Raffinerie Jos. Alfons van Endcrt, Neuss a. Rhein.
Ölextraktionsanlagen:
Volkmar Hänig & Comp., Heidenau, Bez. Dresden, j Rheinische Maschinen- und Apparatebau-Anstalt
Peter Dinckels & Sohn, G. m. b. H., Mainz.
Apparate zur Gewinnung von Ölen:
Victor Haehl & Cie., Strassburg-Ruprcchtsau.
öle, ätherische (Flüchtige öle). Man fasst unter dieser Bezeichnungrecht verschiedenartige Produkte des pflanzlichen Organismus zusammen; vonübereinstimmenden Eigenschaften ist zu nennen, dass sie stark riechen, sichmit Wasserdämpfen verflüchtigen und schon bei gewöhnlicher Temperatur ver-dunsten sowie dass sie auf Papier einen allmählich verschwindenden Ölfleckhervorrufen.
Hinsichtlich der Gewinnung der ätherischen öle sind drei Methoden zuunterscheiden, nämlich 1. die Destillation mit Wasserdampf,2. die Extraktion und 3. die Pressung.
1. Mit Wasserdampf verflüchtigen sich, wie erwähnt, die ätherischenöle sämtlich schon weit unter ihrem Siedepunkt. Man kocht deshalb die be-treffenden Pflanzenteile mit Wasser oder lässt Wasserdampf darauf einwirkenund verdichtet die Dämpfe in einer Vorlage, wobei sich das ätherische öl aufdem übergegangenen Wasser ansammelt. Am besten destilliert man mit Dampf,weil hierbei der Geruch des Öls nicht durch Berührung mit heissem H 2 0 ge-schädigt wird und weil auch die Pflanzenteile im übrigen nicht extrahiertwerden, was ihnen einen höheren Wert verleiht. Als Vorlage bei der Destil-lation und Rektifikation ätherischer Öle verwendet man am besten dieFlorentiner Flasche (s. d.). Besonders sorgfältig müssen die Kühl-vorrichtungen der Destillierapparate eingerichtet sein, um sämtliche Anteiledes Öles zu verdichten. In Fällen, wo in der Kälte erstarrende Stearoptenemit dem öl in grösserer Menge übergehen, muss entsprechend erwärmtesKühlwasser verwendet werden, um Verstopfungen der Kühlrohre zu ver-meiden. Die Wässer des Destillates enthalten teilweise erhebliche Mengenätherischer öle gelöst; man versetzt sie deshalb mit Kochsalz (welches ihrelösende Kraft verringert und den Siedepunkt erhöht) und trennt dann das ölvom Wasser durch Rektifikation. Teilweise destilliert man ätherische öle auchohne Wasserdampf im luftverdünnten Raum. Bei der Destillationsmethode