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Auskunftsbuch für die chemische Industrie
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899
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Ölbäder — Ölbeizen.

899

k. 1,40

, 28,00, 90,00

Elektrische Öfen liefern:

E Merck, Darmstadt. I Siemens & Halske A.-G. Wernerwerk, Sieraeni-

stadt bei Berlin.

Grosse elektrische Öfen von 3000 bis 8000 PS für Karbid und Ferrosili-zium baut:

Ingenieurbureau Dr.-Ing. Walter Conrad, Wien XIX, Lichtenwerderplatz 4.

Ölbäder.

Ölbäder nach Fresenius aus starkem Kupferblech, mit Ösen zum Aufhängen:Innere Masse . . 10,5x10,5x10,5 12x12x12 13,5 X 13,5 X 13,5 cm.

Stück.........20,00 22,50 25,00 Mk.

Dieselben mit Vierfüssen, Stück 22,50 25,00 27,50 „

Ölbad in Kasserollenform (mit Vorrichtung, um das Öl abtropfen zu

lassen), Stück........................ Mk. 25,00

Dieselbe Abtropfvorrichtung, kombiniert mit Hofmann schein Wasser-bad von 16 cm Durchm.................... 13,50

Ölbäder von Gusseisen für Gasheizung, innerer Kessel emailliert, äusserer Kessel aufDreifuss, ohne oder mit Rührvorrichtung:

Inhalt......... 1 2,5 5 1.

ohne Rührvorrichtung Stück 30,00 42,00 60,00 Mk.

mit „ „ 50,00 63,00 87,00 „

Ölbadfüllung: : ! : ;;

Chemische Fabrik Flörsheim Dr. H. Noerdlinger, Flörsheim-Untermain.

ölbeizen. Dieselben werden nur zum Beizen der Baumwolle in derTürkischrotfärberei (s. d.) benutzt, und zwar tränkte man früher diegebleichten Baumwollgewebe in wöchentlichen Zwischenräumen 5—6 mal miteiner Emulsion aus Tournantöl mit K2CO3; nach jeder Behandlung wandman die Zeuge aus und Hess sie an der Luft trocknen. Wegen der Langwierig-keit, die diese sog. Weissbeize mit sich bringt, verwendet man jetzt dasTournantöl kaum mehr, dafür aber die sog. Türkischrotöle, d. h.wässerige Lösungen von Ölbeizen, die durch Behandlung von Olivenöl oderRizinusöl mit konz. H3SO1 erhalten werden.

Zur Herstellung von Türkischrotöl aus Olivenöl wird ein gegebenesGewicht des letzteren mit der Hälfte an konz. H2SO4 unter Kühlung versetzt:nach 12 stund. Stehen fügt man das Doppelte des ölgewichts an H 2 0 und Vsan Natronlauge (36° Be) zu, rührt durch und lässt absitzen. Schliesslichhebert man die wässerige Schicht ab und neutralisiert die ölschicht mit Natron-lauge oder Ammoniak. Die erhaltene öilbeize mischt sich mit H2O zu einergleichmässigen, wenn auch nicht ganz klaren Flüssigkeit.

Meistens wird Türkischrotöl nicht aus Olivenöl, sondern aus Rizinusöldargestellt Letzteres versetzt man nur mit % seines Gewichts an konz.H 2 SÖj, mischt unter Vermeidung von Erwärmung und wäscht nach 24 stund.Stehen mit Kochsalzlösung zur Entfernung der überschüssigen H 2 S0 4 . Die er-haltene wasserlösliche ölbeize wird entweder so wie sie ist oder nach Neutrali-sierung bis zur schwach alkalischen Reaktion verwendet.

Über den Chemismus der Türkischrotöl-Darstellung ist man noch im Un-klaren; es handelt sich um die Entstehung von Oxyfettsäuren und deren Ester.Man verwendet übrigens die Ölbeizen nicht direkt zur Fixierung von Farb-stoffen, sondern benutzt sie nur zusammen mit anderen Beizen, z. B. Tonerde-verbindungen. Es entsteht dann durch Zusammenwirken zwischen der Baum-wollfaser, der Oxyfettsäure, dem Metalloxyd und dem Farbstoff ein glänzenderund gewöhnlich recht widerstandsfähiger Farblack.

Das D. R. P. 227 993 schützt ein Verfahren zur Herstellung neuerSulfoderivate des Rizinusöls, die vorteilhaft die gewöhnlichen Türkischrotöleersetzen sollen. Nach D. R. P. 260 748 erhält man hochwertige Türkischrotöledurch Einwirkung von Chlorsulfonsäure auf Rizinusöle, Tournantöle u. s. w.

Türkischrotöl, techn. (50°/o).................% kg Mk. 65,00

„ (75°/o).................°/o „ „ 75.00

„ (90 o/o) .................°/o „ „ 95,00

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