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Auskunftsbuch für die chemische Industrie
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Nitrite

Nitrobenzol.

Nitriertöpfe aus Steinzeug, mit unterem Ablassstutzen und Sieb-filter davor.

lohalt............ 100 150 200 250 1.

Lichte Weite oben....... 570 650 700 760 mm.

„ „ unten....... 430 500 540 580 ,.

„ Höhe.......... 510 600 640 700 „

Preis exkl. Hahns....... 23,00 34,00 46,00 57,50 Mk.

Nitrierzentrifugen. Siehe den Artikel „Zentrifugen".Für Nitrierzwecke werden die Zentrifugen mit Einsätzen aus Steinzeug oderPorzellan versehen.

Anlagen und Apparate zum Nitrieren:

Volkmar Hänig & Comp., Heidenau, Bez. Dresden. ! Fried. Krupp Aktiengesellschaft Grusonwerk,Friedrich Heekmann, Berlin SO. 16, Brücken- j Magdeburg-Buckau.Strasse 6b (s. Inserate).

Nitrierzentrifugen:

Gebr. Heine, Viersen (Rheinland) (siehe Inserate unter „Centrifugen" und ».Zentrifugen").

L ö. fiflubDld jr., ö. m. b. fi. -:- Chemnitz, Saihsen

Maschinenfabrik, Eisengießerei und Kupferschmiede

Etabliert 1837

Älteste und bedeutendste Fabrik für diese Spezialität

Gefässe zum Nitrieren aus Steinzeug:

Deutsche Steinzeugwaarenfabrik für Kanalisation und ehem.

Industrie, Friedrichsfeld (Baden).

Nitrite (salpetrigsaure Salze) siehe unter den betreffenden Metall-verbindungen. Unter „Nitrit" schlechthin versteht man Natrium-nitrit (siehe No. 29 unter „Natriumverbindungen").

Nitrobenzaldehyd. C 6 H 4 (N0 2 ). COH. Von Wichtigkeit ist für dieIndigosynthese der o-Nitrobenzaldehyd, welchen man durch Oxydation vono-Nitrozimtsäure mit KMnO a gewinnen kann. Gewöhnlich stellt man ihn nacheinem patentierten Verfahren aus dem o-Nitrobenzylchlorid C 6 H 4 (N0 2 ) . CH 2 C1dar, indem man dieses in die Sulfonsäure überführt, daraus NitrobenzylalkoholC 0 H«(OH). CH 2 . OH abspaltet und letzteren zu Nitrobenzaldehyd oxydiert. ZurGewinnung des o-Nitrobenzylchlorids geht man dabei von o-Nitrotoluol aus,indem man dasselbe in der Seitenkette chloriert. Weiteres siehe im Artikel„1 n d ig o f a r b s t o f f e". Das Franz. Pat. 330 524 der Darstellung vono-Nitrobenzaldehyd aus Chlorbenzol hat sicher keine praktische Bedeutung,denn es nimmt folgenden Weg:

C 6 H 5 . Cl ----- >■ CeH 4 Cl. S0 3 H ------► C 8 Hs(N0 2 )Cl. SOsH [2:1:4]----- >

C«H B (N0 2 )C1 —-> C 8 H 5 (N0 2 )CH3 ----- ► C6H5(N0 2 ).CH 2 C1 ----- > C 6 Hb(N02)COH,

führt also über Chlorbenzolsulfosäure, o-Nitrochlorbenzolsulfosäure, o-Nitro-chlorbenzol, o-Nitrotoluol (!) und o-Nitrobenzvlchlorid zum Aldehyd. Aufdie D. R. P. 182 218, 186 881, 199 147 und 237 358 zur Darstellung von o-Nitro-benzaldehyd kann hier nur verwiesen werden.

Nitrobenzoesäuren siehe „Benzoesäur e".

Nitrobenzol (Mirbanöl). C e H 5 . N0 2 . Man erhält es durch Nitrierenvon Benzol, gemäss der Gleichung: C 6 H 6 + HN0 3 = C 6 H 5 . N0 2 + H 2 0, undzwar nitriert man mittels Nitriersäure (vgl. unter „Nitriere n") undverwendet auf 100 kg Benzol 120 kg HN0 3 von 42° Be und 180 kg H 2 SO, von66° Be. Man nimmt die Reaktion in Montejus aus Eisen oder Steinzeug vor;die Gefässe werden in einen Kühlmantel eingesetzt und dieser durch Wassergekühlt. Ein Rührwerk bewirkt die Vermischung zwischen Benzol und Nitrier-säure, während ein Thermometer die Kontrolle der Temperatur erlaubt. Wäh-rend des Einlaufens der ersten % der Nitriersäure zum Benzol darf die Tem-