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Auskunftsbuch für die chemische Industrie
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Natriumverbindungen.

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33. Natrium Perchlorat (überchlorsaures Natrium; Natrium, per-chloricüm). NaC10 4 . Die Darstellung entspricht derjenigen des Kaliumper-chlorats; siehe darüber die Artikel „Kaliumverbindmige n" (No. 25),„Perchlorate" und „Chloralkaliprozess, elektroly-tische r".

Natriumperchlorat, raffln...............°/ 0 kg Mk. 140,00

„ ehem. rein............°/o „ » 525,00

34. N a t r i u m p e r k a r b o n a t (überkohlensaures Natrium; Natrium,percaroonicum). Nach T a n a t a r erhält man Natriumperkarbonat von derFormel Na 2 C0 4 + 1% H 2 0 aus Natriumkarbonat und Wasserstoffsuper-oxyd. Nach dem D. R. P. 145 746 erhält man dasselbe Salz in fester Formdurch Mischen von flüssiger oder fester Kohlensäure mit trocknem kristalli-siertem Natriumsuperoxydhydrat, wobei die C0 2 im Überschuss sein muss.Man erhält eine teigartige Masse, die von dem wenigen Reaktionswasser ge-trennt und getrocknet wird. Die Reaktion entspricht der Gleichung:

Na 2 0 2 . 8 H 2 0 + C0 2 = Na 2 C0 4 + 8 H 2 0.

Nach D.R.P. 188 569 gelangt man analog zu einem sauren Natriumperkarbonat,wenn man bei niedriger Temperatur mehr als 1 mol. C0 2 auf Natriumsuper-oxydhydrat einwirken lässt.

Natriumperkarbonat................1 kg Mk. 10,00

35. Natriumperm anganat (übermangansaures Natrium; Natrium,permanganicum). NaMnOi. Es wird entweder wie Kaliumpermanganat (sieheNo. 27 unter „Kaliumverbindungen") oder durch Erhitzen der Man-ganoxyde (welche man bei der Regeneration des Mn0 2 von der Chlordarstel-lung erhält) mit NaOH an der Luft auf 400° gewonnen und bildet in H 2 0 sehrleicht lösliche und schwer kristallisierbare Massen, die hier und da anstatt desKMn0 4 als Bleich- und Desinfektionsmittel Verwendung finden.

Natriumpermanganat, roh..................°/o kg Mk. 30,00

;J ehem. rein...............1 „ „ 20,00

36. Natrium peroxyd siehe No. 31c Natrium superoxyd.

37. Natriumpersulfat (überschwefelsaures Natrium; Natriumpersulfuricum). Na 2 S 2 0 8 . Es wird durch Elektrolyse von Na 2 SOa mit H 2 SO terhalten (D.R.P. 172 508) und in der Technik als Oxydationsmittel benutzt.Auch die D.R.P. 155 805, 170 311 und 205 067 beziehen sich auf die Ge-winnung von Natriumpersulfat.

Natriumpersulfat, rein................... . 1 kg Mk. 4,00

38. Natriumphosphal (phosphorsaures Natrium; Natrium, phos-phoricum). Na 2 HP0 4 . Bei der technischen Gewinnung geht manmeistens von der Knochenasche, sonst auch von natürlich vorkommen-den Phosphoriten aus. Man digeriert 10 T. Knochenasche (basischesCalciumphosphat) mit 50 T. H 2 0 und 9 T. konz. H 2 S0 4 mehrere Tage,filtriert den erhaltenen Brei durch Leinwand und dampft die Flüssig-keit, welche freie H 3 P0 4 und Monocalciumphosphat CaH 4 (P0 4 ) 2 ent-hält, auf etwa 20 T. ein, worauf man zur Abscheidung von gelöstem Cal-ciumsulfat stehen lässt. Dann verdünnt man, fällt sämtliches Ca durch Neu-tralisieren mit Na 2 C0 3 -Lösung, filtriert vom Rückstande ab, dampft in eisernenKesseln ein und bringt die Lösung zur Kristallisation. Nach andern Verfahrenzersetzt man Calciumphosphatlösungen mit Na 2 S0 4 und führt das hierbei ent-stehende saure Salz Na 2 HP0 4 durch Zusatz von Na 2 C0 3 in neutrales PhosphatNa 2 HP0 4 oder auch in basisches Phosphat Na 3 P0 4 über. Phosphorite werdenin HCl gelöst und die Lösung dann ebenfalls mit Na 2 S0 4 weiter behandelt.Das neutrale Salz Na 2 HP0 4 + 12 H 2 0 bildet grosse, farblose, kühlend-salzigschmeckende, leicht verwitternde, schwach alkalisch reagierende Kristalle,•die in 4 T. kaltem und in 2 T. heissem H 2 0 löslich sind; sie schmelzen leichtund gehen beim Glühen in Natriumpyrophosphat Na 4 P 2 0r über. Man benutztNatriumphosphat zur Herstellung von Glasuren, zum Verzinnen, Löten undSchweissen, auch als Imprägnierungsmittel in der Färberei sowie als Arznei-