Natriumamalgam — Natriumverbindungen.
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dem Quecksilberverfahren ausgefühlt wird. Das erhaltene Natriumamalgamverwendet man nach dem Engl. Pat. 17 640 von 1903 als Anode in einer elek-trolytischen Zelle, die einen leicht schmelzbaren Elektrolyten enthält. DasAmer. Pat. 782 893 nimmt die Na-Oewinnung aus dem Amalgam durch Er-hitzen in einer Wasserstoffatmosphäre vor.
Nach dem Engl. Pat. 19 196 von 1903 gewinnt man Na aus Natrium-aluminat, indem man es, mit Kohle oder Teer gemischt, im elektrischen Ofenbehandelt.
Von Alkalisilikaten, die mit Si oder Si-Legierungen im elektrischen Ofenbehandelt werden, geht D. R. P. 259 004 aus. Andere Verfahren der Na-Oe-winnung sind in den D. R. P. 248 873, 268 286 und 269 712 niedergelegt. Da-von wird das D. R. P. 268 286 im grossen Massstabe benutzt; es geht vongeschmolzenem NaCl aus und schützt eine besondere Apparatur.
Na ist ein silberweisses, stark glänzendes Metall, bei —20° hart undspröde, bei 0° dehnbar, bei gewöhnlicher Temperatur wachsweich; Seh. P.97,6°; S. P. 742». Sp. O. (bei 15°) 0,972. Wegen seiner leichten Oxydierbar-keit muss man es unter sauerstofffreien Flüssigkeiten aufbewahren; man be-nutzt dazu Petroleum (am besten unter Zusatz von 1 % Amylalkohol) oderVaselinöl.
Zur Orientierung über die modernen Gewinnungsmethoden des Na seiauf den Aufsatz von Dr. Herrmann „Neuere Verfahren zur Darstellung derAlkalimetalle" in der Elektrochem. Zeitschr. XIX. S. 331, XX. S. 2 und 37verwiesen.
Das Na dient hauptsächlich zur Herstellung von Superoxyd, Cyanid undals Reduktionsmittel in der organischen Chemie. Dagegen hat es seine Be-deutung als Reduktionsmittel in der Metallurgie (zur Gewinnung von Mg, Siund AI) verloren.
Für Reaktionen im Laboratorium benutzt man es sehr häufig in Form vonDraht; letzteren stellt man in besonderen Natriumpressen dar.
Natrium-Metall..............1 kg Mk. 2,80; % kg Mk. 245,00
Natriumpressen mit 4 aufschraubbaren Kapseln......... Stück Mk. 35,00
„ grösser und stärker.............. „ „ 75,00
„ nach Beckmann, neueste Form........ ., „ 90,00
Natriumamalgam siehe „Quecksilberlegierunge n".Natriumverbindungren.
1. Natrium azetat (essigsaures Natrium; Natrium aceticum).NaC 2 H30 2 . Das rohe Salz, Rotsalz genannt, gewinnt man aus holzessig-saurem Kalk (siehe unter „Calciumverbindunge n") durch Zer-setzung mit Glaubersalz und nachherigen Zusatz von etwas Sodalösung zurvollständigen Ausfällung des Ca. Die erhaltene Lösung wird zur Trockneverdampft, der Rückstand zur Zerstörung organischer Beimengungen auf250° C. erhitzt, dann wieder gelöst und zur Kristallisation gebracht. NachCarl Bauer fügt man NaOH beim Eindampfen der Rohlösung zu, wodurchschnell ein reines Produkt erzielt wird. Im übrigen werden jetzt grosse Mengendes Azetats auch aus rektifizierter Essigsäure hergestellt. Nach dem Amer.Pat. 779 290 geht man vom Calciumazetat aus, indem man dessen Lösungenmit Natriumsulfat versetzt und dann Bariumkarbonat zur Ausfällung der nochin Lösung gebliebenen Sulfate zufügt. Seit kurzem ist in der Industrie das..Verfahren Strobach" im Betriebe, nach dem aus den Schwelgasen des Holzes,
Natriumazetat
Die Einrichtung und Inbetriebsetzung von Fabriken zur Gewinnung von essig-saurem Natron aus den Schwelgasen des Holzes übernimmt:Dipl.sing. R. STROBACH, Technisches Bureau für die Holzverkohlungs-Industrie, Prag = Königliche Weinberge, Riegerpark 14 (üsterreich).
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